Sozialministerin besuchte Kinderhospiz Löwenherz

Gaby Letzing, Ministerin Ursula von der Leyen und Maskottchen Maximilian Löwenherz

Pressemitteilung - Syke, 01.08.2013

Ursula von der Leyen informierte sich über die Arbeit – „Kinderhospiz fester Bestandteil der menschlichen Gesellschaft"

Syke – Bei einem Besuch des Kinderhospiz Löwenherz in Syke (Kreis Diepholz) bei Bremen hat sich Bundesarbeits- und Sozialministerin Dr. Ursula von der Leyen (CDU) über die Arbeit mit den unheilbar erkrankten Kindern und deren Familien informiert. Das einzige Kinderhospiz in Niedersachsen und Bremen feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen.

„Ich bin heute sehr gerne hierhergekommen, weil das Kinderhospiz Löwenherz ein fester Bestandteil der menschlichen Gesellschaft in Niedersachsen ist", sagte von der Leyen. „Sie holen den Weg des Sterbens in das Leben hinein. Es ist sehr beeindruckend, dass Sie, Frau Letzing, immer wieder Zuversicht haben. Sie sind eine Kämpferin." Die Ministerin betonte, dass für die Pflege ein Dreieck aus Familie, Ehrenamt und professionellen Mitarbeitern unabdingbar sei.

Ursula von der Leyen hatte als niedersächsische Sozialministerin im September 2003 gemeinsam mit Gaby Letzing, der Initiatorin und Leiterin des Kinderhospiz Löwenherz, das einzige Kinderhospiz in Niedersachsen und Bremen eingeweiht.

„Die Kinderhospizarbeit ist inzwischen in der Gesellschaft angekommen", berichtete Gaby Letzing. Sie werde sehr stark durch bürgerliches Engagement unterstützt. „Viele Ehrenamtliche und professionelle Fachkräfte arbeiten Seite an Seite für die betroffenen Familien zusammen." Das Netzwerk für die schwerkranken Kinder und ihre Familien wachse weiter. So biete Löwenherz mit seinem „Ambulanten Kinderhospizdienst Bremen und Umzu" Familien mit unheilbar erkrankten Kindern regelmäßige Begleitung und Unterstützung zu Hause an. In Niedersachsen kooperiert der Verein mit rund 30 Hospizdiensten und schult ehrenamtliche Kinderhospizbegleiter. Im ambulanten Bereich begleitet Löwenherz in Bremen und Niedersachsen zurzeit mehr als 60 Familien in Ihrem Zuhause.

In den vergangenen zehn Jahren waren 381 unheilbar erkrankte Kinder und Jugendliche mit ihren Familien im Kinderhospiz Löwenherz zu Gast. Insgesamt 150 Kinder und Jugendliche seien in diesem Zeitraum verstorben, so Gaby Letzing: „Wir haben im Kinderhospiz Löwenherz eine kontinuierlich wachsende Belegung bis zu 93 Prozent im Jahresdurchschnitt und eine lange Warteliste. Rund 30 Prozent unserer erkrankten Gäste sind älter als 14 Jahre. Der Bau des Jugendhospizes ist daher eine notwendige Konsequenz für den wachsenden Bedarf. Es soll die Bedürfnisse der erkrankten Jugendlichen und jungen Erwachsenen mehr berücksichtigen."
Das neue Haus wird im September eingeweiht.

Zur Besuchergruppe gehörten unter anderen: Axel Knoerig (Bundestagsabgeordneter), Volker Meyer (Landtagsabgeordneter), Karl-Heinz Klare (Landtagsvizepräsident), Cord Bockhop (Landrat), Ulrike Schröder, (Stv. Landrätin) Ralf Eggers (Vorsitzender CDU Syke) Markus Stier (Fraktionsvorsitzender CDU Stadtrat Syke), Edith Heckmann (Stv. Bürgermeisterin Syke).

Das Kinderhospiz „Löwenherz" in Syke nimmt seit seiner Eröffnung im September 2003 unheilbar erkrankte Kinder und deren Familien für bis zu vier Wochen im Jahr auf. Jährlich kommen bis zu 150 Familien zu „Löwenherz". Mit einem Tag der offenen Tür feiert das Kinderhospiz am Samstag, den 21. September von 11 bis 18 Uhr seinen zehnten Geburtstag. Zugleich wird das neue Jugendhospiz für schwerstkranke Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 24 Jahren eröffnet. „Löwenherz" betreibt das einzige Kinderhospiz in Niedersachsen und Bremen und wird rund zur Hälfte durch Spenden finanziert.

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