Glandorfer Firma S&D spendet an Kinderhospize

Für die Kinderhospize gab es einen Scheck, für Firmeninhaber Josef Dirxen das Masskottchen des Kinderhospizes Löwenherz; zu sehen: Heike Bechlem, ehrenamtliche Mitarbeiterin beim Hospiz Löwenherz und Josef Dirxen, Inhaber und Mitbegründer der Glandorfer Firma S&D Montagetechnik.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung, 05.11.2013

7000 Euro zum 25. Jubiläum

Glandorf. Lieber Kindern helfen als selber feiern – das wollte Josef Dirxen, Inhaber und Mitbegründer der Glandorfer Firma S&D Montagetechnik. Statt zum 25. Jubiläum seiner Firma ein großes Fest zu geben, spendete er dem Kinderhospiz Löwenherz aus Syke und dem ambulanten Kinderhospizdienst des Osnabrücker Hospizvereins 7000 Euro.

Vor 25 Jahren gründete Dirxen gemeinsam mit seinem Kollegen Peter Schmidt die Firma. Auf die Idee gebracht hatte sie ihr gemeinsamer Arbeitgeber, der ein externes Unternehmen suchte, das sogenannte Leiterplatten für elektronische Geräte bestücken konnte. Nach anfänglichem Erfolg brachte die deutsche Wende und die damit verbundene Abwanderung der Produktion in den Osten das Unternehmen in finanzielle Bedrängnis, sodass Schmidt und Dirxen ihr Hallengebäude verkauften und sich beruflich trennten. Nachdem Dirxen 2002 bei seinem früheren Arbeitgeber entlassen wurde, entschloss er sich, sich nun vollständig auf das von ihm mitgegründete Unternehmen zu konzentrieren. Anstatt seinen Erfolg jedoch groß zu feiern, entschloss sich Dirxen, mit dem Geld, das er für eine Jubiläumsfeier ausgeben hätte, anderen zu helfen. „Mir erschien die Spende für einen gemeinnützigen Zweck, wie den beiden Kinderhospizen, einfach sinnvoller", sagte Josef Dirxen. Auf die Idee, das Geld an die Kinderhospize zu spenden, brachte ihn seine Tochter, die als Kinderkrankenschwester arbeitet. „Wir sind sehr dankbar für die großzügige Spende der Firma S&D, denn sie ermöglicht uns etwa die Realisierung von Musik- oder Reittherapien für die Kinder", sagte Heike Bechlem, ehrenamtliche Mitarbeiterin beim Hospiz Löwenherz. Das Geld soll auch Familien zugute kommen, die für den Aufenthalt in den Einrichtungen der Kinder- und Jugendhospize nur relativ wenig Förderung von ihren Krankenkassen erhalten. Das gespendete Geld wird zwischen den beiden Hospizen aufgeteilt.