Ansturm musste gebremst werden

Bei Ingeborg Knaak ging es „bärig“ zu. <br>© Foto: Henseler

Quelle: Kreiszeitung, 25.11.2013

Kunsthandwerkertage ein voller Erfolg

Dötlingen - „Das Geheimnis der traditionellen (Handwerks-)Kunst liegt darin, dass man nicht sucht, sondern findet", lautet – sehr frei übersetzt – ein Zitat des Malers Pablo Picasso, das am Wochenende einmal mehr im Saal des Schützenhofes „Unter den Linden" in Dötlingen eindrucksvoll unterstrichen wurde.

Zum 19. Mal öffneten die Dötlinger Kunsthandwerkertage ihre Türen, und die unzähligen Schau- sowie Kauflustigen hatten die Qual der Wahl, denn zu finden gab es einiges an den insgesamt 20 Ständen der passionierten Hobbykünstler.

„Wir mussten die Besucher bremsen, damit sie nicht schon vor der offiziellen Öffnungszeit den Saal stürmten", freute sich Veranstalterin Ruth Schöbel aus Oldenburg über den großen Andrang. Sie hat die Ausstellung vor rund sieben Jahren von ihrer Vorgängerin Elke Nustedt übernommen und ist seitdem ständig auf der Suche nach neuen und interessanten Hobbykünstlern, um den Besuchern alljährlich eine bunte Mischung aus bekannten und neuen Ausstellern zu präsentieren. „Diese Veranstaltung liegt mir nämlich sehr am Herzen, weil wir von der Familie Bötefür so herzlich aufgenommen werden", sagte Schöbel.

Der bunte Bogen des Kunsthandwerks spannte sich von Dekorationen, Holz- und Drechselarbeiten über Patchworkarbeiten bei „De Pottenlappen-Fro" Anke Nistroy und handbeschriebenen Weihnachtskugeln bis hin zu Schmuck aus Münzen sowie tragbarer Mode aus Walkloden.

Mit einer Neuheit war Sigrid Dellies aus Syke am Start. Nach einer Idee aus dem Schwarzwald hatte sie unter anderem gefilzte Saunamützen und Badekappen für die kühlere Jahreszeit im Gepäck. „Meine Modelle sind nur farbenfroher und moderner als die Originale, eben echte Hingucker", pries sie ihre Unikate an.
Bei Ingeborg Knaak aus Zetel ging es unter anderem richtig bärig zu. Handgearbeitete Teddys, hinter denen immer eine kleine Geschichte steckt, waren der Renner. Besonders „der kleine Prinz und sein Stern" weckten die Neugierde, stellten sich dabei doch gleich zwei Fragen: Warum hat der Bär einen Stern um seinen Hals? Und weshalb sitzt er auf einem Kissen mit einem Stern darauf?

Auch der gute Zweck kam nicht zu kurz: Hartmut Stummer aus Bassum hatte prachtvolle Postkarten mit Fotografien seiner Frau Birgit im Angebot. „Der Reinerlös ist für das Kinderhospiz Löwenherz in Syke bestimmt." Seit rund zehn Jahren engagiert sich Stummers Gattin besonders vor Weihnachten ehrenhalber und kann so der Einrichtung zum Jahresende immer ein hübsches Sümmchen überreichen.

Für Ruth Schobel ist nach der Ausstellung vor der Ausstellung: Zum 20. Geburtstag im kommenden Jahr möchte sie „die Besucher zusätzlich mit einigen besonderen Highlights überraschen." · hen