„Es macht ganz viel Spaß

Quelle: Kreiszeitung, 15.06.2013

Traditionelles Sommertheater im Forum der Grundschule Lemförde

Lemförde - „Den hole ich jedes Jahr einmal heraus: den Zylinder und den Frack (mit Noten)", sagte Lehrerin Irmhild Köster, die in diesem besonderen Outfit Jahr für Jahr die vielen kleinen und großen Besucher zum traditionellen Sommertheater im Forum der Grundschule Lemförde begrüßt.

Diesmal gab es jedoch Änderungen, denn die Lehrerin begrüßte auf besondere Weise mit dem Schüler Jonas das Publikum und erstmals waren nur die Eltern, Großeltern und Geschwister der Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen eingeladen worden. „Aus Sicherheitsgründen haben wir diese Auflage bekommen", hatte vorab Irmhild Köster erklärt. Eingeübt hatten die Mädchen und Jungen auch dieses Jahr jede Menge Musik und natürlich ein Theaterstück.

Mit einem barocken Touch und „Barocco" sowie der fetzigen „Rushour" hatten die Flöten-Arbeitsgemeinschaft (AG) unter der Leitung von Juliane Theinert sowie Meilo am Klavier mit „Für Elise" das Programm eröffnet. Der Riesenchor aus circa 65 Kindern hatte für diesen Abend Lieder gewählt, die zum Einen an frühere Zeiten erinnerten, soll heißen, dass die Eltern und Großeltern zeitweise mitsangen, zum Anderen mit einem Augenzwinkern gedacht waren. „Die schöne Tilla", die nur die Farbe „Lila" mag, leitete über zum Theaterstück „Das rote Haus in einer kleinen Stadt" von Elisabeth Borchers.

Zum Inhalt: Die Bürger einer kleinen Stadt haben einen neuen Bürgermeister (Bennet Wucherpfennig) gewählt. Gespannt warten sie auf ihn, lassen ihn hochleben und sind begeistert. Er verspricht seinen ‚Leuten', wie er sie immer tituliert, ein guter Bürgermeister zu sein. Das heißt, er möchte eine ordentliche und saubere Stadt haben. So setzt er alle seine Gedanken um, verlangt von seinen ‚Leuten' einheitlich gestrichene Häuser in Grau, einheitliche Kleidung, ebenfalls in Grau, bis hin zu einem konformen Verhalten. Keiner darf mehr weinen, sondern alle müssen lachen und tun, was er sagt, denn: „So ist es richtig, so soll es sein! Alles ist gut so!" Doch irgendwann platzt einem Bürger (Cedric) der Kragen; er lässt sich rote Farbe bringen und revoltiert...
Voller Spielfreude und mit großem Engagement setzten die Kinder dieses Theaterstück, das vor ungefähr 50 Jahren entstand, um. Als Pinselverkäufer beeindruckte Jonas, als Besenverkäufer Berkkan, Leinenverkäufer war Jonas, als Bäcker fungierte Philipp, als Schornsteinfegerin war Berivan eingesprungen, den Gärtner verkörperte Cedric und Gian Luca war Kind.

Nachdem der Chor noch mit „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad" und die Flöten-AG mit der verrückten Tonleiter oder dem wunderschönen „Oh Happy Day" begeistert hatten, sagte Konrektor Ludger von Husen: „Egal ob ihr Flöte gespielt, gesungen oder geschauspielert habt: Das habt ihr supertoll gemacht! Es hat ganz viel Spaß gemacht!" Sein besonderer Dank galt all den Lehrkräften, die mit den Kindern das Ganze einstudiert, sie begleitet hatten - und natürlich Irmhild Köster, die erneut die Gesamtleitung übernommen hatte.

„Es gibt auch Kinder, denen es nicht so gut geht, die krank sind", leitete der Konrektor zum Spendenaufruf über. Denn wie immer wurde für das Kinderhospiz Löwenherz Syke gesammelt. · cb