Weihnachtsmarkt in Buer bringt 12.000 Euro für Kinderhospiz

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung, 04.02.2013

Beifall für die Theatergruppe

Brockhausen. Einen gelungenen Premierenabend feierte die Theatergruppe Hüsede im Saal Tönsmeyer in Brockhausen. Das diesjährige Stück „Für die Familie kann man nichts!" kam sehr gut beim Publikum an. Viele Lacher und ein stürmischer Schlussapplaus waren der Lohn für eine tolle Schauspielleistung der Mitwirkenden.

Autor der Komödie ist Hans Schimmel. Im Mittelpunkt stehen die Beierles. Friedhelm Beierle ist der einzig „normale" der Familie. Seine Schwester Hermine ist leicht überspannt – mit Hang zur Esoterik. Sie hat sich schon seit Monaten nicht mehr gewaschen. „Das muss sein, um die besondere Aura aufzubauen." Sie betätigt sich auch als Wahrsagerin und glaubt, aus dem Kaffeesatz lesen zu können.

Bruder Hubert ist ein exzentrischer Erfinder, der stottert. Der andere Bruder Willi ist ein begnadeter Computerexperte – was ihn allerdings in Schwierigkeiten bringt. Er kann es nämlich nicht lassen, sich als Hacker zu betätigen. So hat er es unter anderem geschafft, die griechische Flotte in Marsch zu setzen und Liebesmails als Kanzlerin Merkel an den französischen Präsidenten zu schicken. Er steht also stets mit einem Bein im Knast. Kurz und gut: „Eine ganz normale Familie", wie Spielleiter Mike Eickhof bei der Begrüßung erläuterte. Dass bei diesen Verhältnissen turbulente Szenen vorprogrammiert sind, versteht sich wohl von selbst.

Die weiteren Akteure haben nun allerdings die eine oder andere Macke. Hausbesitzerin Gertrud Wollensiek sucht unbedingt einen Mann. Gleiches gilt für Hermines Freundin Gundula. Traudel Siebert, die Friedhelm Beierle bei der Steuererklärung helfen will, verträgt keinen Alkohol. Schlimmer noch – trinkt sie etwas Alkoholisches, wird sie zur mannstollen Furie.

Das muss auch Gerd Hollerbichel erfahren, der beim Verfassungsschutz arbeitet und sich für Willis Computeraktivitäten interessiert. Dann betritt noch Doris Stüber die Szene. Willis Traumfrau, die er eigentlich seiner Familie vorstellen will. Doch irgendwie kommt es niemals dazu...

Vollends chaotisch wird die Szenerie, als Willi, der einen Job als Lastwagenfahrer angenommen hat, eine Panne hat und seine Fracht – eine „Leiche" – in der Wohnung „zwischenlagert".

Derweil veranstaltet Hermine eine Séance – also eine spiritistische Sitzung – mit den Freundinnen und Bruder Hubert, um zu erfahren, ob wohl ein passender Partner für die drei auftauchen wird. „Geister der Unterwelt, ich rufe euch!"

Leider funktioniert das nicht so wie geplant. Auf dem Sofa liegt plötzlich die „Leiche", und die Séancegruppe glaubt, Schuld am Ableben des Unbekannten zu sein. Wa s nun? Der Tote muss verschwinden. „Wir setzen ihn an der Bushaltestelle ab."

Was dann passiert und warum die Leiche doch keine ist, das erfahren die Zuschauer im weiteren Verlauf der Handlung.

Weiter Aufführungen: Mittwoch, 6. Februar, ab 19.30 Uhr, Sonntag, 10. Februar, ab 14.30 Uhr, Mittwoch, 13. Februar, ab 19.30 Uhr sowie Sonntag, 17. Februar, ab 11 Uhr – in Verbindung mit einem Theaterfrühstück, das um 9 Uhr beginnt. Platzreservierungen sind möglich im Haus Tönsmeyer, Telefon 05472/7138.

50 Cent pro verkaufter Karte sowie Spenden der Besucher sind für das Kinderhospiz Löwenherz in Syke bestimmt, das sich um todkranke Kinder und deren Familien kümmert. Hier wird derzeit auch ein Jugendhospiz aufgebaut,