Lokschuppen bebt unter harter Rock-Musik

Die Gruppen Precept, Wendigo und Hearing Fall brachten den Lokschuppen zum Beben. Bild: Maren Wessels

Quelle: Nordwest-Zeitung, 03.12.2013

Precept & Friends und Lions-Club sammeln für Kinder-Hospiz

Von Maren Wessels

JEVER Der Lokschuppen Jever bebt, vor der Bühne wird lautstark mitgesungen, getanzt und mitgerockt: Das Benefizkonzert des Lions-Clubs Maria Wiemken Jever steht unter dem Motto „Precept and friends" und lässt das Herz eines jeden Hardrock-Liebhabers höher schlagen.

Dabei standen die Musiker von Wendigo, Precept und Hearing Fall aus einem ganz besonderen Grund auf der Bühne: Spaß haben und dabei Gutes tun. „Wenn alle Karten ausverkauft sind, dann bastle ich selbst noch welche nach", sagte Organisatorin Anke Dirks, die am Eingang steht und mit Freude die lange Warteschlange beobachtet. Rund 200 Gäste drängen sich am Ende im Lokschuppen – mehr geht nicht.

Die Einnahmen gehen an das Kinder- und Jugendhospiz Löwenherz in Syke. „Familien mit pflegebedürftigen Kindern soll ermöglicht werden, eine Auszeit vom Alltag zu nehmen und den Aufenthalt zu genießen", sagt Anke Dirks. Schon beim Konzert im vergangenen Jahr kamen rund 3000 Euro für das Kinder- und Jugendhospiz zusammen.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Lions-Präsidentin Martina Behrens sind zuerst Wendigo an der Reihe. Mit Stücken von AC/DC und Billy Idol heizen die jungen Musiker das Publikum an – und als die Schortenser Band Precept an der Reihe ist, ist die Stimmung schon bestens. Die Bandmitglieder um Sänger Claus Fischer setzen sich seit mehreren Jahren für das Kinder- und Jugendhospiz ein und haben das Benefizkonzert mit ins Leben gerufen. Hearing Fall war in diesem Jahr das erste Mal mit von der Partie und sofort begeistert von der Idee. Alle Bandmitglieder verzichten zugunsten der schwer kranken Kinder gerne auf Gage.

Dass das Benefizkonzert erneut ein Riesen-Erfolg war, ließ sich an Gesichtern der Zuschauer ablesen: Zufrieden und mit einem breiten Grinsen bewegen sich Alt und Jung durch den Lokschuppen.

Auch Organisatorin Anke Dirks ist begeistert: „Natürlich steht der Spaß an erster Stelle und wenn man gleichzeitig noch etwas Gutes tun kann – wieso nicht?", sagt sie.