Kinder- und Jugendhospiz Löwenherz feierte Geburtstag

Erläuterungen beim Rundgang: Marion Reimers, Pflegedienstleitung, Löwenherz-Geschäftsführerin Barbara Frerker und Fanny Lanfermann, Leiterin ambulante Kinderhospizarbeit, stellten Minister Olaf Lies die Arbeit vor.

Pressemitteilung - Syke, 21.09.2014

Mehr als 3 000 Besucher - Auch Wirtschaftsminister Lies informierte sich

Syke – Mit einem Tag der offenen Tür und mehr als 3000 Gästen hat das Kinder - und Jugendhospiz Löwenherz in Syke am Samstag seinen elften Geburtstag gefeiert. Prominentester Besucher war der niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies, der sich einen persönlichen Eindruck von der Arbeit verschaffte. Ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiter erläuterten den Gästen die verschiedenen Angebote für die unheilbar erkankten Kinder, Jugendlichen und deren Familien. Viele Fragen drehten sich um das vor einem Jahr eröffnete Jugendhospiz. Das Kinderhospiz wurde vor elf Jahren eröffnet.

Vor seinem Besuch habe er ein etwas bedrückendes Gefühl gehabt, sagte Minister Olaf Lies nach einem Rundgang durch die Räume. „Doch sobald man hier ist, kommt einem die ganze Atmosphäre bei Löwenherz gar nicht bedrückend vor. Man hat den Eindruck, dass auch viel gelacht wird. Ich finde es gut, wie hier mit dem Thema Tod und Sterben umgegangen wird", sagte der Minister. Es sei ein kluger Weg die unheilbar erkankten Kinder und ihre Familien auf diese Art und Weise zu begleiten. „Nach diesem Besuch habe ich ein klareres Bild von der Kinderhospizarbeit."

Für die vielen Besucher gab es ein buntes Rahmenprogramm, das sich im wahrsten Sinne des Wortes hören und sehen lassen konnte: Mehr als 200 Biker der Gruppe „Heldenkinder" kamen mit ihren Maschinen auf einer „Motorrad-Spendentour" zum Geburtstag. Sie waren in Oldenburg zu ihrer Tour nach Syke gestartet und wurden dabei von der Polizei eskortiert. Brigitte und Thomas Kerlin hatten die Aktion organisiert. Klaus Illy und seine Freunde von „Spirit of Nature" luden Kinder auf ihren Trike-Motorrädern zu kurzen Rundfahrten ein. Im großen Zelt unterhielten „Röschi Friends" die Gäste mit lockerer Jazz-Musik. Unter dem Motto „Let's dance" zeigten die „Dancing Dogs" auf vier Pfoten eine ganz besondere Choreographie. Die Kleinen konnten sich beim Mitmachzirkus verzaubern oder beim Schminken fröhlich anmalen lassen. Geschickte Hände modellierten aus speziellen Ballons Tiere und Fabelwesen.

Und auch die Sportler waren wieder für den guten Zweck aktiv: Die Radler der RadRennGemeinschaft-Radtouristik (RRG) Bremen und der TSV-Barrien (Radsport) traten in die Pedale. Sie starteten über 56 Kilometer zur „Tour de Löwenherz". Mehrere Gruppen des ADFC waren in verschiedenen Orten gestartet, um gemeinsam gemütlich zum Geburtstagstreffen nach Syke zu radeln.

Deutlich mehr PS unter der Haube hatten die Autos des „Kneten goes baltic"-Teams. Die neun Männer aus Großenkneten hatten sich im Sommer mit vier Fahrzeugen an der „Baltic Sea Circle"-Tour beteiligt, bei der es über 7.000 Kilometer einmal um die Ostsee ging. Daran durften nur Autos teilnehmen, die mindestens 20 Jahre („Youngtimer") alt waren. Die Rallyefahrer aus Großenkneten übergaben bei ihrem Besuch in Syke einen „dicken" Spendenscheck an Löwenherz.

Auch für das leibliche Wohl war gesorgt: Die Freiwillige Feuerwehr Dörrieloh versorgte die vielen Besucher mit Getränken, Pommes und Bratwurst. Im Zelt bot das Küchenteam den Gästen bei Jazz-Musik leckere Torten, Kaffee und Kuchen an.

Im Kinder- und Jugendhospiz Löwenherz in Syke können jährlich etwa 250 Familien mit unheilbar erkrankten Kindern und Jugendlichen für bis zu vier Wochen im Jahr zu Gast sein. Beide Häuser haben jeweils acht Pflegezimmer sowie Zimmer für Eltern und Geschwister. Die schwerstkranken Gäste werden von professionellen Pflegekräften rund um die Uhr liebevoll versorgt, während sich ihre Familien erholen können. Das Kinder- und Jugendhospiz ist das erste in Niedersachsen und Bremen und wird rund zur Hälfte durch Spenden finanziert.

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