Ministerpräsident Weil besuchte Kinder- und Jugendhospiz Löwenherz

Bei ihrem Rundgang sprachen Gaby Letzing und Ministerpräsident Stephan Weil auch mit Gästen wie Niklas.

Pressemitteilung - Syke, 25.02.2014

Stephan Weil nach Besichtigung begeistert: „Ich stehe jetzt in der Fankurve" – Hinweise auf Fachkräftemangel notiert

Prominenter Besuch im Kinder- und Jugendhospiz Löwenherz: Ministerpräsident Stephan Weil verschaffte sich bei einer Besichtigung einen persönlichen Eindruck von der Arbeit mit den unheilbar erkrankten Kindern und ihren Familien. Begleitet wurde er von Karl-Heinz Klare, Vizepräsident des Landtages in Hannover und Abgeordneter aus Diepholz.

Bei einem Rundgang erläuterte Kinderhospizleiterin Gaby Letzing dem Ministerpräsidenten die Arbeitsweise von Löwenherz und die Angebote für die Familien. Interessiert stellte Stephan Weil immer wieder konkrete Fragen: „Wie sind Sie persönlich auf die Idee gekommen, ein Kinderhospiz aufzubauen, wie schaffen Sie es, die nötige Distanz zu halten, wie hoch ist die Fluktuation der Mitarbeiter, welche Qualifikation haben sie?" Nach den Erläuterungen sagte er vor einem Pflegezimmer sichtlich beeindruckt. „Das ist eine schwere Arbeit, die Sie hier jeden Tag machen."

Als die beiden Politiker im Flur zum Jugendhospiz an den Zeichnungen der Prominenten vorbeikamen, die sich für Löwenherz engagiert hatten, waren sie total begeistert: „Es ist beeindruckend, welche Persönlichkeiten alle mitgemacht haben, um das Kinderhospiz zu unterstützen", staunte Karl-Heinz-Klare. Es wäre schön, die Sammlung auch in Hannover auszustellen, meinte er. „Im Landtag ist ein guter Platz dafür. Gleich morgen erkundige ich mich, ob es noch einen freien Termin gibt bevor der Landtag im Juni abgerissen wird." Und der MP ergänzte scherzend: „Zwei Stimmen haben wir dafür schon."

Bei einem Gespräch mit Kaffee und Kuchen erläuterte Löwenherz-Geschäftsführerin Barbara Frerker, dass im Kinder- und Jugendhospiz 80 Mitarbeiter sowie 22 Hauptamtliche im Verein beschäftigt sind. Weitere 150 Ehrenamtliche engagieren sich in verschiedenen Bereichen. Sie sammeln Spenden, informieren über die Arbeit oder begleiten Familien ambulant. Gaby Letzing wies auf den Mangel an gut ausgebildetem Fachpersonal hin und meinte, dass die jetzige Ausbildung in der Krankenpflege „hochproblematisch" sei. „Es gibt immer weniger Kinderkrankenschwestern." Denn nach einer gemeinsamen zweijährigen Grundausbildung in der Kranken- und Altenpflege schließe sich erst im dritten und letzten Jahr die Spezialisierung in der Kinderkrankenpflege an. „Wir hatten hier Pflegeschüler nach dem zweiten Jahr ihrer Ausbildung, die noch nie ein Kind in der Hand hatten." Der Ministerpräsident notierte sich die Hinweise.

Er habe vor etlichen Jahren in Hannover zum ersten Mal vom Projekt eines Kinderhospizes gehört, sagte er. „Löwenherz war damals ein Eisbrecher für schwerkranke Kinder. Ab heute stehe ich selbst in der Fankurve."

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