Klönschnack, Poffertjes und hohes C

Auch Geschmack war Trumpf beim Weihnachtsmarkt mit Herz (von links oben im Uhrzeigersinn): Original holländische Poffertes und Matjes boten die Lions aus Veendamm an – und wer das Gewicht des Weihnachtskuchens richtig schätzte, bekam sein Stück gratis. © Heyne

Quelle: Kreiszeitung, 30.11.2014

Weihnachtsmarkt mit Herz zieht hunderte Besucher an / Gäste aus Holland wieder dabei

Scheeßel - Der „Weihnachtsmarkt mit Herz", der am Wochenende im Scheeßeler Ortskern über die Bühne ging, macht seinem Namen alle Ehre: Viele hundert Besucher bummelten beiden Tagen durch die liebevoll mit Rindenmulch, Lichtern und Buden gesäumte Bahnhofsstraße – nicht nur, um an einem der Stände Gebasteltes oder Marmelade wie bei dem des Waldorf-Kindergartens zu erwerben.

Sondern vor allem, um Freunde und Bekannte zu treffen, gemeinsam einen Sängerpunsch „hohes C" oder einen „Schneemannpunsch" zu trinken, oder an der Bühne des Männergesangvereins den musikalischen Darbietungen zu lauschen.

Hauke Hollmann konnte nicht nur als GVS-Vorsitzender zufrieden sein: Sein „Pulled Pork" erwies sich als der Renner. 80 Kilogramm gingen weg.

Auch die Gäste aus Veendamm lockten mit kulinarischen Genüssen. Die holländischen Lions bieten seit vielen Jahren Poffertjes und holländischen Genever feil und helfen so dem Scheeßeler Partnerclub, neben Kalenderverkauf und Tombola-Losen Gelder zu sammeln, die der Club über das ganze Jahr für verschiedene gute Zwecke verteilt. „Allein wegen der Matjes lohnt sich ein Bummel über den Weihnachtsmarkt", schwärmt Visselhövedes Bürgermeister und ehemaliger Eichenschul-Rektor Ralf Goebel, an den Weihnachtsmarkt-Tagen als Losverkäufer im Einsatz. Lauter Gewinner gab es auch am Stand der Beeke-Löwen – nicht nur die Lose, sondern auch Erlöse aus Kalenderverkauf und Postkarten kommen dem Kinderhospiz in Syke zugute.

Für einen anderen Zweck verkaufen Ina Petersen, Christa Wiechern und Meike Meinke von der Rappelkiste Jeersdorf die von Kindergarteneltern in Heimarbeit gebastelten Postkarten, Holzsterne und –engel: Sie finanzieren sich so den diesjährigen Besuch des Weihnachtsmärchens.

Die jüngsten Gäste kamen bei einer Karussellfahrt auf ihre Kosten, etwas ältere versuchten sich beim „Säckchenwerfen" des Knax-Klubs. Sparkassen-Mitarbeiterin Sandra Koschker: „Dieses Spiel hat uns bei ‚Schlag den Raab' so gut gefallen, dass wir uns davon inspirieren lassen haben."

Ein weiterer Anziehungspunkt war die Bühne des Männerchors, wo neben den Gastgebern auch ein befreundeter Chor aus Zeven, die Vers-Sammlung und der Chor der Eichenschule zu hören waren.