Ömchen muss weg

Quelle: Marktplatzosterholz, 18.03.2014

Seeberger Komödianten führten Kriminalstück auf

Von: Monika Ruddeck

Lilienthal-Seebergen - „Koffie is gefährlich", um dieses Thema drehte sich das durchgängig lustige Kriminalstück, das Marion Paper und Jörg Rosenboom geschrieben haben.

„Koffie is gefährlich", um dieses Thema drehte sich das durchgängig lustige Kriminalstück, das Marion Paper und Jörg Rosenboom geschrieben haben. Bei Koffie un Botterkoken ließen es sich die Zuschauer in Brüningshof gut gehen. Die Lachmuskeln hatten dabei einiges zu tun.

Paul, gespielt von Andreas Rippert, ist in die junge Aische, die Putzfrau vom Ömchen, verliebt. Doch ohne Geld kann er sie nicht heiraten. Deshalb schmiedet er einen gefährlichen Plan, um sein Lieblings-Ömchen zu beerben. Sein alter Schulfreund Georg, alias Gerd Meyer, unterstützt ihn dabei. Ohne großen Aufwand sollen Ömchen, alias Marion Peper, Schwiegermutter-Ex-Tropfen in einer Tasse Koffie verabreicht werden, und dann steht der Hochzeit mit Aische ja nichts mehr im Wege. So simpel gedacht von Paul und Georg, doch der Plan geht nicht auf. Immer gerade dann, wenn Ömchen ihren Koffie trinken will, kommt ein unvorhergesehenes Ereignis dazwischen. Dank aller im Stück mitwirkenden Schauspieler und deren hervorragender komödiantischer Leistung waren die Zuschauer bis zur letzten Minute in die Handlung einbezogen, die Lachmuskeln hatten dabei einiges zu tun. Selbst in der kurzen Pause brachte Marion Peper mit ihrer forschen, direkten Art, die Zuschauer zum Schmunzeln. Da verkaufte sie eben noch mal schnell kleine Bücher mit lustigen Geschichten und hatte für jeden Besucher einen flotten Spruch auf den Lippen.

Sämtliche Erlöse, sowohl aus dem Kartenverkauf als auch aus dem Verkauf der kleinen Geschichtenbücher, werden zu hundert Prozent an das Kinderhospiz Löwenherz in Syke gespendet. „Seit acht Jahren spenden wir nun schon unsere Einnahmen an das Hospiz und helfen damit vielen Kindern, die schwer krank sind", berichtete Wolfgang Warnken, der gemeinsam mit Marion Peper die Regie des Theaterstücks führte. „Das Kinderhospiz lebt alleine von Spenden und uns ist es eine Herzensangelegenheit diese Kinder und Familien zu unterstützen. Wir sind voller Dankbarkeit, dass wir selbst vor solchen Schicksalsschlägen verschont blieben". Mit diesen Worten erklärte Wolfgang Warnken den Zuschauern am Samstagnachmittag, weshalb die Eintrittsgelder zu hundert Prozent an die Einrichtung des Kinderhospizes Löwenherz gespendet werden.

Belohnt wurden die Zuschauer vor allem mit einem humorvollen Theaterstück mit unterschiedlichen Charakteren. Die Handlung findet in der gemütlich eingerichteten Wohnstube vom Ömchen statt. Ein Sofa, eine weiße Häkeltischdecke, ein Strauß Trockenblumen und das Landschaftsbild an der Wand, das alles passt zu Omas Stube. Während sich im Wohnzimmer allerlei Besucher - wie der freundliche und gut angezogene Herr Kampreuther, oder die ständig an ihrem Mann Harald herummäkelnde Hannelore, Frau Schnickels oder der Hausmeister- herumtummeln, mischt Paul in der Küche immer wieder S-Ex-Tropfen in den Kaffeefilter. Die Verwirrungen nehmen kein Ende und zum Schluss ist der Zuschauer erstaunt über das Ergebnis. Georg wollte seinen Freund Paul natürlich nicht in seinem teuflischen Plan unterstützen. In der Flasche Nasentropfen, die er Paul überreicht hatte, waren nur harmlose Tropfen. So leben die vielen Toten in dem Stück, die nach einem „Hui", in sich zusammensackten, noch. Hannelore kann ihren Harald weiter schikanieren. Das Ömchen ist natürlich böse mit ihrem Paul, der ja eigentlich kein schlechter Kerl ist. Angst hat Paul vor seiner eigenen Courage und vor allem hat er Angst vor Hannelore. Die wurde von Paul nämlich in den Müllcontainer verfrachtet! „Wer mir das angetan hat, ist tot", ruft sie zum Schluss und betritt mit Müll bestückt, die Bühne. Unter viel Applaus verabschiedeten sich die Komödianten in Seebergen und hoffen im nächsten Jahr auf ebenso viele Zuschauer wie in diesem Jahr.