Turbulente Entwicklungen

Immer Ärger mit den Frauen: Schwerenöter Werner Klack (Carsten Köhn) kämpft mit den verschiedenen Damen seines Herzens Foto: Plage

Quelle: Rotenburger Rundschau, 05.02.2014

Wintertheater startet mit ausverkaufter Premiere

Sittensen. (age). Die Premiere ist gelungen: Vor ausverkauftem Haus führte die Niederdeutsche Bühne des VfL Sittensen die plattdeutsche Komödie Dörcheenanner bi Werner Klack auf. Geschrieben hat das Stück in fünf Bildern Karl-Heinz Schmidt. Ins Plattdeutsche wurde es von Hertha Pape aus Hamersen übersetzt. In der Rolle des Werner Klack konnte Carsten Köhn überzeugen. Mimenreich spielte er seine Rolle. Auch Gerd Kaiser verlieh seiner Rolle Tiefe.

Als Werner Klack von seiner Freundin Hilde Wirbel (Regina Drösemeyer) verlassen wird, bricht für ihn eine Welt zusammen und in seiner Wohnung das Chaos aus. Hilde ist nicht mit seinen ständigen Affären einverstanden. Das Versprechen, sich zu bessern, nimmt sie ihm nicht ab. In dieser unglücklichen Lage ist sein bester Freund Waldemar „Waldi" Krankel (Gerd Kaiser) auch keine große Hilfe. Er ist ein glückloser Schriftsteller und chronischer Hypochonder, der sich lieber mit seinen eingebildeten Krankheiten beschäftigt.

Beruflich läuft es bei Klack auch nicht gut. Er wird dazu verdonnert, die Zeichnungen für eine neue Alarmanlage anzufertigen. Der Grund für seinen beruflichen Abstieg ist das Verhältnis zu Uschi Tulpe (Kristin Heins). Sie ist nicht nur Arbeitskollegin, sondern auch die Freundin seines Chefs, Bankdirektor Dr. Raff (Dirk Detjen). Kurz entschlossen nistet sich Rosi Rostig (Heike Meyer), eine Rockmusikerin, in der Wohnung von Klack ein. Sie musste ihre Wohnung verlassen, weil Klack sich über ihre laute Musik beschwert hatte.

Die Schwierigkeiten nehmen noch zu, als Anna Platte (Sonja Heins) von der Hausverwaltung, seine Geliebte Uschi, die Psychologin Dr. Eugenie Macke (Silke Klindworth) und der Malermeister Rudi Amboss (Hendrik Ehlen) in der Wohnung auftauchen. Schnell zeigt sich, dass der Malermeister arbeitsfaul ist. Er fühlt sich zum Arzt berufen und möchte den eingebildeten kranken Waldi heilen.

Das Unheil nimmt seinen Lauf, als auch noch zwei Mönche (Eike Gerken, Hans-Jürgen Holst) vom Orden der Barmherzigen Brüder der Nachtmission bei Klack einziehen. Sie interessieren sich mehr für die Baupläne mit den eingezeichneten Alarmanlagen, als für Bibelsprüche. Ein Überfall auf Werners Bank und seine Verhaftung machen das Chaos letztlich perfekt.

Viel zu lachen gab es für die Zuschauer. Etliche übten aber auch Kritik an der Aufführung. „Einige Szenen waren sehr langatmig. Da passierte nichts, außer, dass man dem Maler beim Frühstücken zusehen konnte", war die einhellige Meinung. Trotz der Kritik lobten sie aber die Leistungen der Schauspieler.

Noch fünfmal spielt die Niederdeutsche Bühne Sittensen die Komödie Dörcheenanner bi Werner Klack. Am kommenden Freitag, 7. Februar, 19.30 Uhr, Sonntag, 9. Februar, 16 Uhr, Mittwoch, 12. Februar, 19.30 Uhr, Samstag, 15. Februar, sowie Sonntag, 16. Februar, jeweils ab 16 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf bei Kaiser Uhren und Schmuck, Bahnhofstraße 10, und an der Abendkasse. Zu den Terminen an Wochenenden wird eine Stunde vor Vorstellungsbeginn Kaffee und Kuchen angeboten. Den Überschuss aus dem Verkauf spenden die Sittenser Schauspieler an das Kinderhospiz Löwenherz in Syke.