Braunschweig: Erster Schulungskurs für Kinderhospizbegleiter beendet

Die neuen Ehrenamtlichen von links nach rechts: Monika Meyer-Hermann, Rita Wiora, Ines Dunker, Jasmin Schaumberg, Monika Wels, Caroline Dermitzel, Andrea Prost, Annette Pätzold, Gesine Eggers, Anja Schulze-Gaus, Dorit Reißner sowie Koordinatorin Isa Groth, Koordinator Thomas Hübner und Fanny Lanfermann (Leitung ambulante Kinderhospizarbeit); hockend: Marlis Goldscheid.

Pressemitteilung - Syke, 22.10.2015

Zwölf Ehrenamtliche erhielten Zertifikate - ambulante Unterstützung für Familien mit unheilbar erkrankten Kindern

Braunschweig/Syke - Zum Abschluss des ersten Schulungskurses des Kinderhospiz-Stützpunktes Löwenherz in Braunschweig haben zwölf Ehrenamtliche ihre Zertifikate erhalten. Die Damen im Alter zwischen 23 und 69 Jahren kommen aus Braunschweig und Umgebung und stehen künftig als ambulante Kinderhospizbegleiterinnen für Einsätze in Familien mit unheilbar erkankten Kindern und Jugendlichen bereit. Fanny Lanfermann, Leiterin der ambulanten Kinderhospizarbeit bei Löwenherz, überreichte ihnen die Urkunden. Die ausgebildeten Ehrenamtlichen werden dringend gebraucht: Der ambulante Kinderhospizdienst-Stützpunkt in Braunschweig begleitet bereits fünf Familien mit unheilbar erkankten Kindern, weitere Eltern haben nach Unterstützung angefragt.

Die Kinderhospizbegleiterinnen fahren zu Familien in der Region Braunschweig, um sie ambulant zu begleiten und zu unterstützen. Ihre Aufgaben sind vielfältig: Sie betreuen und begleiten die schwerstkranken Kinder zuhause, spielen mit den Geschwistern und haben ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte. Manche Eltern suchen aber auch einen einfühlsamen Gesprächspartner, der sie auf dem Weg der Krankheit und in der Trauerphase begleitet. Denn die Familien sind mit ihren unheilbar kranken Kindern oft allein. Sie können pro Jahr höchstens vier Wochen in ein Kinderhospiz kommen – die meiste Zeit sind sie zuhause auf sich selbst gestellt. Die Kinderhospizhelfer sollen sie in dieser schwierigen Zeit ambulant unterstützen.

Vor ihrem Einsatz wurden sie einem Schulungskurs umfassend vorbereitet. Er erstreckte sich über eine Woche, zwei Wochenenden und zehn Abende. Dabei erfuhren die Teilnehmerinnen beispielsweise, wie Menschen in Krisensituationen reagieren, sie lernten die Auswirkungen unterschiedlicher Krankheitsbilder von Kindern kennen und erhielten wichtige Informationen über den Umgang mit Sterben, Tod und Trauer. Auch Erstgespräche mit den Eltern, rechtliche Grundlagen und die Kommunikation wurden geschult. 

Der ambulante Kinderhospiz-Stützpunkt Löwenherz war im Februar in Braunschweig eröffnet worden. Er kooperiert in der Region mit sechs Erwachsenen-Hospizdiensten (aus Celle, Helmstedt, Bad Harzburg, Goslar und den zwei Vereinen in Hildesheim). Gleichzeitig bietet „Löwenherz" einen eigenen ambulanten Kinderhospizdienst in Braunschweig an.

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