Kinderhospizbegleiter erhielten Zertifikate

Die Ehrenamtlichen aus den Hospizvereinen in Niedersachsen mit Koordinatorin Maren Diederichs (vorne rechts).

Pressemitteilung - Syke, 25.09.2015

Ambulante Unterstützung für Familien mit unheilbar erkrankten Kindern

Syke/Bassum – Strahlende Gesichter gab es bei der Verleihung der Zertifikate an 13 Kinderhospizbegleiter aus Hospizdiensten in Niedersachsen nach Beendigung ihres Schulungskurses. Fanny Lanfermann, Leiterin der ambulanten Kinderhospizarbeit bei Löwenherz, überreichte ihnen in Bassum die Urkunden. Es war bereits die neunte Gruppe von Ehrenamtlichen, die Löwenherz im Rahmen der ambulanten Kinderhospizarbeit für Niedersachsen geschult hatte. Insgesamt stehen damit niedersachsenweit 73 von Löwenherz ausgebildete ehrenamtliche Begleiter bereit.

Die elf Frauen und zwei Männer im Alter zwischen 37 und 66 Jahren werden künftig von ihren Hospizdiensten eingesetzt. Sie fahren zu den unheilbar erkrankten Kindern und ihren Familien, um sie ambulant zu begleiten und zu unterstützen. Löwenherz kooperiert mit 24 Hospizvereinen und Initiativen. Sie begleiten im Rahmen dieser Kooperation unheilbar erkrankte Kinder und Jugendliche in den ländlichen Gebieten Niedersachsens.

Die Ehrenamtlichen kamen von Hospizvereinen in Ankum/Alfhausen (Kreis Osnabrück), Bad Pyrmont, Celle, Hildesheim, Nienburg, Soltau, Tostedt (Kreis Harburg) und Walsrode (Heidekreis).

Insgesamt umfasste die Schulung zwei Wochen und ein Wochenende. Dabei erfuhren die Teilnehmer beispielsweise, wie Menschen in Krisensituationen reagieren, sie lernten die Auswirkungen unterschiedlicher Krankheitsbilder von Kindern kennen und erhielten wichtige Informationen über den Umgang mit Sterben, Tod und Trauer. Auch Erstgespräche mit den Eltern, rechtliche Grundlagen und die Kommunikation wurden geschult.

Die Aufgaben der Kinderhospizhelfer sind vielfältig: Sie betreuen und begleiten die schwerstkranken Kinder zuhause, spielen mit den Geschwistern und haben ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte. Manche Eltern suchen aber auch einen einfühlsamen Gesprächspartner, der sie auf dem Weg der Krankheit und in der Trauerphase begleitet. Denn die Familien sind mit ihren unheilbar kranken Kindern oft allein. Sie können pro Jahr höchstens vier Wochen in ein Kinderhospiz kommen – die „restlichen" 48 Wochen sind sie zuhause auf sich selbst gestellt. Die Kinderhospizhelfer sollen sie in dieser schwierigen Zeit ambulant unterstützen. Das Angebot richtet sich an alle betroffenen Familien mit einem schwerstkranken Kind.

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