Lego-Szene von Bookholzberg begeistert

Setzt diesmal auf Monorail: Organisatorin Marit Menninga baut einen Turm und eine Landschaft für eine „Einschienenbahn“. <br>Bild: Karoline Schulz

Quelle: Nordwest-Zeitung, 12.09.2015

Marit Menninga organisiert dritte „Steinstark"-Schau auf BFW-Gelände – Fläche verdoppelt

Bislang haben sich 32 Aussteller angemeldet. Bei der Premiere 2012 waren es noch zehn gewesen.

von Karoline Schulz

WÜSTING/BOOKHOLZBERG Wenn sich der Trend fortsetzt, dürfte Bookholzberg eines Tages den Titel „Lego-Hochburg" tragen. Drei Jahre ist es her, dass die Wüstingerin Marit Menninga die erste „Steinstark", eine Ausstellung mit fast ausschließlich selbstkreierten Gebilden aus den kleinen bunten Plastiksteinchen, auf die Beine stellte.

Aus anfangs zehn Ausstellern wurden bei der zweiten Ausstellung 18, und zur dritten Auflage am Wochenende 10./11. Oktober werden sogar 32 Lego-Enthusiasten mit ihren Kreationen anreisen – einer sogar bis aus Erlangen. „Bei uns ist es sehr familiär, und es gibt wenig Regularien", beschreibt die Organisatorin die Vorzüge ihrer Ausstellung.

Wenn die 59-jährige an die Premiere zurückdenkt, muss sie schmunzeln: „Ich hatte gehofft, etwa 50 Besucher locken zu können." Dass es am Ende 1500 wurden, habe sie regelrecht umgehauen.

Marit Menningas Lego-Leidenschaft begann vor fünf Jahren. Damals habe sie ihr eigentliches Hobby, Trial-Motorradfahren, wegen einer schweren Krankheit nicht mehr ausüben können. Sie begann damit, technische Konstruktionen aus den Plastiksteinchen zu bauen. Bei einer Lego-Ausstellung in Berlin, die sie als Mitglied des Helfer-Teams erlebte, wurde ihr bewusst, dass es bislang kaum ähnliche Veranstaltungen im Norden gab. „Ich dachte mir: Hol sie doch einfach her", so Marit Menninga.

Gesagt, getan: Von ihrem Arbeitgeber, dem Berufsförderungswerk (BFW) Weser-Ems in Bookholzberg, konnte die Leiterin des gewerblich-technischen Bereichs eine Halle anmieten und erhielt auch darüber hinaus eine Menge Unterstützung. So wird es auch in diesem Jahr wieder sein, wenn die dritte „Steinstark" stattfindet – dieses Mal nicht mehr ausschließlich in der Mehrzweckhalle des BFW, sondern auch in der Turnhalle. „Die Ausstellungsfläche verdoppelt sich", sagt sie. „Wir haben jetzt 500 Quadratmeter zur Verfügung."

Ein kleiner Teil der Fläche wird wieder zur Werkstatt, in der die Besucher selbst zu Architekten und Konstrukteuren werden dürfen. Gegen eine Spende dürfen sie ihre Werke anschließend sogar mit nach Hause nehmen – nur angemessen müsse der Betrag sein, betont Marit Menninga. Schließlich komme der Erlös wie in den Vorjahren dem Kinderhospiz Löwenherz in Syke zugute.

Eine vierte Auflage der „Steinstark" hat Marit Menninga bereits fest im Blick: Im Zwei-Jahres-Rhythmus soll sie künftig stattfinden.