Viel Spaß in komischer Nacht

Voll besetzt: Götz Frittrang begeisterte in der komischen Nacht das Publikum in der Bar Celona. Bild: nina janssen

Quelle: Nordwest-Zeitung, 11.04.2015

1500 Besucher in Bars, Restaurants und Kneipen

von Nina Janssen

OLDENBURG „Die Stimmung ist gut, und das ist gut so, denn wir stehen ja vor dem Dritten Weltkrieg." Der schwarze Humor von Götz Frittrangs fesselte am Donnerstagabend das Publikum in der Bar Celona. Die Leute staunten, warteten gespannt auf die Pointe oder waren einfach schockiert. Gelächter und Gebrüll schoben sich in der komischen Nacht wie ein Donnerwetter durch das Lokal.

Nebenbei gab es Cocktails und Bier, weil Freunde die komische Nacht zum Anlass nahmen, gemeinsam im Lokal einen netten Abend zu verbringen. Ute Lange aus Oldenburg beispielsweise trifft sich zwei Mal im Jahr mit einer Freundin und ihrer Schwester zum Mädels- Abend: „Im April und im Oktober; Und dann gehen wir zur komischen Nacht. Der Abend ist immer spaßig", sagte sie.

Es war die elfte komische Nacht für Oldenburg, und gleichzeitig feierte das über die Stadtgrenzen hinweg bekannte Veranstaltungsformat ihr 100. Jubiläum. Deshalb gab es eine große Spendenaktion zugunsten des Kinderhospizes Löwenherz. Etwa 1500 Besucher füllten zwölf Bars, Restaurants und Kneipen. Die Gastronomen und der Veranstalter „Mit uns kann man reden" würden jeweils einen Euro pro Gast spenden, so Geschäftsführer Thomas Schulz. „Da kommen allein schon 3000 Euro zusammen", erklärte er. Auch die Gäste hatten noch Gelegenheit ein paar Münzen in die Spendenbox am Eingang zu werfen. „Wir spenden auch noch was. Das ist doch eine gute Möglichkeit, um mal eine größere Menge anzusprechen", findet Marei Tapken.

Die Discokugel drehte sich – und richtige Wohnzimmeratmosphäre kam im „Between the Sheets" auf. Kleine Tischchen reihten sich vor der Bühne auf, Kerzenleuchter waren schon fast abgebrannt, cremefarbene Lederhocker standen ungeordnet im Raum verteilt: So rückten alle Gäste unweigerlich zusammen und lauschten einem lockeren und authentischen Comedian – Pu. „Es gibt ein Programm, das heißt ,Hold on'. Es misst, wie lange man den Finger auf seinem Smartphone halten kann". Pu brauchte nicht lange für einen Witz, seine Erzählweise war wie ein reißender Fluss, die ein permanentes Quieken und Jauchzen im Publikum bewirkte. Die Leute genossen das Freudengeheul. „Pu hat bestimmte Klischees genau auf den Punkt gebracht, ohne darauf herumzuhacken", meinte Janneke Tapken. „Wir haben einen lustigen Abend erwartet und den hatten wir auch", ergänzte Schwester Marei.

Im Seelig steht auf einer Tafel „Lachen ist gesund" – doch daran brauchte in der komischen Nacht niemand erinnert zu werden. Marco Adamczewski war mit seiner Freundin im Seelig: „Jeder Künstler hat seine eigene Art und es gibt für mich nichts Vergleichbares hier in Oldenburg." Seine Freundin Madlen Wagner kannte die meisten Namen der Künstler nicht und fand Götz Frittrang überragend: „Der Abend ist noch besser, als ich es erwartet habe", sagte sie.

El Mago Masin enthüllte sogar ein kleines Liebesgeständnis im Publikum. „Ist das deine?", fragte er einen jungen Mann in Bezug auf seine Begleitung. „Noch nicht", entgegnet der. Die 11. komische Nacht bot mit Magier, Puppenredner und verschiedenen Comedian nicht nur ein abwechslungsreiches Programm in den Lokalen, sondern auch Spaß unter den Zuschauern.