Meller Initiative „Bulsten für Löwenherz“ noch aktiv

Über den neuen Scheck freute sich Fanny Lanfermann (Kinderhospiz, Zweite von links). Aus Melle waren (von links) Heike Gösling, Michaela Meier, Marjon Schäfer, Renate Brinker, ihre Enkelin Hanna Büscher sowie Gudrun Künnemann mitgefahren. Foto: Bulsten für Löwenherz

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung, 03.02.2016

SCHON 200000 EURO GESPENDET

pm/hen Buer. 200000 Euro hat die Initiative „Bulsten für Löwenherz“ bislang gesammelt. Obwohl die Initiative 2013 bekannt gegeben hatte, dass sie künftig keine größeren Veranstaltungen mehr durchführen werde, hat sie ihre Aktivitäten, die 2004 begannen, keineswegs eingestellt.

Initiatorin Renate Brinker, auf deren Hof in Bulsten die Benefiz-Weihnachtsmärkte viele Menschen anzogen, und ihren Mitstreitern ist es gelungen, das Kinderhospiz Löwenherz in Syke mit kontinuierlich wachsendem Erfolg zu unterstützen. Und das wird sie auch weiterhin.

Die Beendigung der großen öffentlichen Veranstaltungen markierte jedoch keineswegs das Ende der Aktivitäten des rührigen Organisatorenteams – nach wie vor bestehen gute und rege Kontakte zu Unterstützern, Spendern und Gleichgesinnten und zum Kinderhospiz selbst, das inzwischen durch ein angrenzendes Jugendhospiz erweitert wurde. Nicht zuletzt sind auch die „Lionheart Dancers“, die Linedancegruppe der Initiative, mit unverminderter Freude am Tanzen aktiv.

Benefizarbeit geht hinter den Kulissen weiter

Dass die Bulstener Löwenherz-Aktionspartner ihre Benefizarbeit auch hinter den Kulissen sehr erfolgreich fortführen, konnten sie kürzlich mit ihrer jüngsten Schecküberreichung im Kinder- und Jugendhospiz unter Beweis stellen. Wie zahlreiche andere Unterstützer auch, war Renate Brinker mit einer fünfköpfigen Gruppe der Einladung zum Neujahrsempfang gefolgt, um sich vor Ort über die aktuellen Entwicklungen zu informieren.

Gastredner Samuel Koch

Als Gastredner für die gut besuchte Veranstaltung hatte die Hospizleitung Samuel Koch gewonnen, der durch einen tragischen Unfall in der ZDF-Sendung „Wetten, dass“ vor fünf Jahren bekannt geworden war.

Im Anschluss an seinen Vortrag stellte der 28-Jährige sich den Fragen der Löwenherz-Freunde und Unterstützer, bevor Johannes Schnepel-Boomgaarden, der Löwenherz-Aufsichtsratsvorsitzende, das Wort ergriff.

In kurzen, aussagekräftigen Worten beschrieb er das Kinder- und Jugendhospiz als einen Ort „nicht außerhalb des Lebens, sondern mittendrin im Leben“. Die Kernaufgabe der Hospizarbeit sei es, die geeignete Balance zwischen den menschlichen Grundbedürfnissen der Nähe einerseits und der Autonomie andererseits zu erspüren und zu ermöglichen.

Dass trotz der Begrenztheit des Lebens Träume wichtig und erlaubt sind, stellte Hospizgründerin und -leiterin Gaby Letzing in ihrem abschließenden Bericht über die „Wovon-träumst-du-Wochen“ heraus, die bereits mehrmals für erkrankte Jugendliche angeboten wurden.

Neuer Scheck im Gepäck

Den geselligen Ausklang der Veranstaltung nutzte die Bulstener Gruppe, um der stellvertretenden Geschäftsführerin Fanny Lanfermann einen Scheck in Höhe von 9459,50 Euro zu überreichen. Durch diverse Aktivitäten und Spenden wurde der Betrag im Laufe der vergangenen Monate zusammentragen.

Mit dieser Spende ist es „Bulsten für Löwenherz“ gelungen, ein Gesamtspendenaufkommen von 200000 Euro zugunsten des Kinder- und Jugendhospizes zu erreichen. Ein Ende ist nicht in Sicht, denn an ein Aufhören denken sie in Bulsten nicht. Über ihren Werdegang und ihre Aktivitäten informiert die Initiative auf ihrer Internetseite www.bulsten-fuer-loewenherz.de.