Promi-Gemälde zieren Kunsthallen-Wände

Jan Roter, Lions Club Cloppenburg-Soeste, Fanny Lanfermann vom Kinderhospiz Löwenherz und Dr. Robert Berges (von links) vom Vorstand des Kunstkreises freuen sich über die neue Ausstellung.
Bild: Sigrid Lünnemann

Quelle:  Nordwest-Zeitung, 18.06.2016

Ausstellung mit 128 Werken zugunsten des Kinderhospizes Syke

von Sigrid Lünnemann

CLOPPENBURG Große, kleine, bunte und auch ganz schlichte Herzen bestimmen die Bilder, die seit Donnerstagabend in der Cloppenburger Kunsthalle zu sehen sind. 128 Werke von Prominenten aus der ganzen Welt sind in der Halle unter dem Dach des Kulturbahnhofs bis zum 14. August ausgestellt und sollen auf die Arbeit des Kinderhospizes Löwenherz in Syke aufmerksam machen. Ins Leben gerufen wurde die Aktion von Detlef Bannenberg, der zahlreiche Prominente gebeten hatte, ein Bild zur Unterstützung des Kinderhospizes zu malen.

Während die kleinen Leinwände mehr oder weniger aufwendig gestaltet wurden, kann sich die Liste der teilnehmenden „Künstler“ durchaus sehen lassen. So nahmen neben dem Dalai Lama auch Friedensnobelpreisträger wie Desmond Tutu und Lech Walesa sowie Altbundeskanzler Helmut Schmidt teil. Der Sänger Cro schickte eine Zeichnung mit Panda-Maske und Hermann van Veen überbrachte Grüße von Alfred Jodocus Kwak. Auch die deutsche Band Silbermond, Xavier Naidoo und die Punkrock-Band „Die Ärzte“ sind künstlerisch vertreten, gleiches gilt für Charlie Watts von den Rolling Stones und Brian Mayvon „Queen“.

Kreativ waren vor allem die Illustratoren und Kinderbuchautoren wie Hans de Beer, Ottfried Preußler, Helme Heine, Paul Maar und Sven Nordqvist, dem „Erfinder“ von Pettersson und Findus. Darüber hinaus haben Sportlegenden wie Pélé, Rosi Mittermaier, Roger Federer und Schauspieler wie Götz George, Armin Müller-Stahl, James Belushi, Roger Moore oder Robin Williams alles gegeben, um ihren Teil zur Ausstellung beizutragen.

Die Ausstellung war – wie berichtet – im Herbst 2015 vom Cloppenburger Unternehmer Alwin Bergmann und seiner Lebenspartnerin Amy Bu Min für rund 40 000 Euro gekauft worden. Das Paar lebt überwiegend in Shanghai. Kurz nach dem Kauf hatte er bereits angekündigt, die Ausstellung zugunsten des Kinderhospizes der breiten Öffentlichkeit zugänglich machen zu wollen.

Fanny Lanfermann vom Kinderhospiz dankte bei der Ausstellungseröffnung allen Beteiligten für die Unterstützung der Einrichtung, die auf Spendengelder angewiesen sei, und nicht zuletzt ihrem Bruder Alwin Bergmann für den Kauf der Schau. Gleichzeitig betonte sie, dass die Einnahmen aus dem Verkauf des Ausstellungskatalogs und der Postkarten-Serien vollständig dem Kinderhospiz zugute. „Wir freuen uns, dass wir mit dieser Ausstellung die wichtige Arbeit des Hospizes unterstützen können und hoffen, dass viele Besucher die Möglichkeit nutzen und der Kunsthalle einen Besuch abstatten“, so Dr. Robert Berges vom Vorstand des Kunstkreises. Sein Dank galt dem Lions Club Cloppenburg-Soeste für die finanzielle Unterstützung.

Die Kunsthalle ist mittwochs, 15 bis 18 Uhr, donnerstags, 18 bis 20 Uhr, und sonntags, 15 bis 18 Uhr, geöffnet. Infos unter Telefon 0 44 71/ 188 11 13.