Beschuldigungen können nützlich sein

Trauerbegleiterin Chris Paul und Clownin Aphrodite gehen seit drei Jahren mit dem Programm „Macht Schuld etwa Sinn?“ auf die Bühne.

Pressemitteilung - Syke, 08.03.2016

Performance-Duo spielt im Theater am Leibnizplatz für Löwenherz

Bremen/Syke – Wenn nichts mehr hilft, hilft die Schuld. Die der anderen oder die eigene: Trauerbegleiterin Chris Paul und ihre Partnerin, die Clownin Aphrodite, erklärten im Theater am Leibnizplatz spielerisch die Mechanismen in Trauerphasen. Rund 180 Besucher waren zum Benefiz-Abend des Vereins Kinderhospiz Löwenherz gekommen und erfuhren viel über den Umgang mit Beschuldigungen. Anlass der Veranstaltung war das zehnjährige Jubiläum des Ambulanten Kinderhospizdienstes Löwenherz Bremen und Umzu.

„Sie dienen in Notsituationen als Krücken“, erklärte Chris Paul. „Jeder Versuch die Schuld zu nehmen, kann als Angriff gewertet werden.“ Außerdem könnten Beschuldigungen eine emotionale Lücke füllen und eine innere Verbundenheit herstellen. Das sei für Trauernde oft sehr wichtig.

Das Paar aus Bonn demonstrierte anschaulich, wie mit den Beschuldigungen von Trauernden gegen sich selbst und andere umgegangen werden kann. Das Zusammenspiel der Trauerbegleiterin, die viel erklärte, und der Clownin, die spielte, sorgte für Leichtigkeit trotz des schwierigen Themas. „Die Figur der Clownin gibt mir die Chance mit einem Lächeln auf die Situation zu schauen. So kann ich mit verschiedenen Perspektiven arbeiten“, sagte Ida Maria Paul alias Clownin Aphrodite.

Der Ambulante Kinderhospizdienst Löwenherz Bremen und Umzu unterstützt mit Ehrenamtlichen Familien mit unheilbar kranken Kindern und Jugendlichen im Alltag. Im Jubiläumsjahr machen vier besondere Veranstaltungen auf die Bedeutung der Arbeit aufmerksam.

Fotos zur freien Verwendung bei Nennung der Quelle: „Kinderhospiz Löwenherz e.V.“

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