Gute Stimmung beim Löwenherz-Sommerfest

Die Theatergruppe Blaumeier unterhielt die Besucher mit kleinen Sketchen. Und ehe sich die Gäste versahen, wurden sie „überredet“, dabei mitzumachen. Foto: Kinderhospiz Löwenherz/ Waltraud Höfer

Pressemitteilung - Syke, 13.06.2016

Besucher feierten zehn Jahre ambulante Kinderhospizarbeit

Bremen/Syke - Auch das Wetter spielte mit: Bei Sonnenschein feierte Löwenherz in Bremen mit einem Sommerfest „10 Jahre Löwenherz Ambulant“. Mehr als 150 Ehrenamtliche, Familien, Vernetzungspartner und Freunde waren in das Gemeindehaus der Martin-Luther-Gemeinde in Bremen-Findorff gekommen, um bei Kaffee und Kuchen miteinander zu reden, sich besser kennenzulernen und Erfahrungen auszutauschen.

Die Damen der integrativen Theater-Gruppe „Blaumeier“ unterhielten als Servicekräfte in ihren blau-weißen Kleidern mit Spitzenschürzen und Häubchen die Gäste mit Sketchen und ermunterten die Gäste zum Mitmachen. Ein Zauberer verblüffte die Kleinen mit Kunststücken, ein Dracherbauer bastelte mit ihnen bunte Himmelsflieger, die die Kinder im Garten gleich in die Luft steigen ließen. Thomas Voss von den Beeke-Löwen spielte für die Besucher auf seiner Gitarre.

Vereins-Geschäftsführerin Barbara Frerker begrüßte die Besucher im Namen des Vorstandes und dankte Fanny Lanfermann für die geleistete Arbeit und das Engagement beim Aufbau in den vergangenen zehn Jahren.

Fanny Lanfermann, Leiterin der ambulanten Kinderhospizarbeit, erinnerte an den Beginn 2006 und beschrieb die rasante Entwicklung. Zunächst wurde der „Ambulante Kinderhospizdienst Löwenherz Bremen und Umzu“ gegründet, wenig später kam „Ambulant Niedersachsen“ hinzu. Hier schult Löwenherz Ehrenamtliche aus Erwachsenen-Hospizdiensten in Kinderhospizarbeit. In Osnabrück wurde mit Hilfe von Löwenherz und unter fachlicher Aufsicht ein weiterer ambulanter Kinderhospizdienst aus der Taufe gehobern. Und vor gut einem Jahr eröffnete der Kinderhospiz-Stützpunkt Löwenherz in Braunschweig.

Allein das Bremer Team hat in den vergangenen Jahren 89 Familien mit unheilbar erkrankten Kindern zu Hause begleitet. „Insgesamt mehr als 40 000 Stunden ihrer Zeit haben die Freiwilligen den Familien geschenkt“, so Fanny Lanfermann. „Für dieses große Engagement und ihren Einsatz danken wir Löwenherzen ihnen sehr.“  

Die Familie Petra Kettlers war die erste, die vom „Ambulanten Kinderhospizdienst Löwenherz Bremen und Umzu“ begleitet wurde. „Ich empfinde eine besondere Hochachtung vor Menschen, die sich auf ein so schweres Thema wie unheilbar erkrankte Kinder einlassen. Für diese Zeit, die die Ehrenamtlichen den Familien schenken, möchte ich mich ganz herzlich bedanken“, sagte sie. Erstaunlich sei, wie perfekt die Ehrenamtliche Regina, die ihren Sohn Christian über mehrere Jahre begleitet habe, in die Familie gepasst habe. „Das war schon sehr besonders.“

Jutta Hagedorn, die seit fünf Jahren einen Jungen begleitet, den sie „Max“ nennt, beschrieb die besonderen Überraschungen und Herausforderungen bei ihren wöchentlichen Besuchen. „Ich habe gelernt, mit Wii-Stationen zu spielen, wir gehen gemeinsam ins Konzert und machen genau das, was die Kinder wollen, worauf sie Bock haben.“ Als ehrenamtliche Begleiterin müsse sei nichts pädagogisch wertvolles machen, so Jutta Hagedorn. „Es geht um den Willen der Kinder und Jugendlichen. Darum macht die Aufgabe als Ehrenamtliche auch so viel Spaß.“ Es sei ein Stück zum Weltfrieden. „Und das habe ich bei Löwenherz gefunden.“

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