Komische Verwicklungen

Gerd Kaiser hatte in seiner Rolle als Haushälterin Mathilde einmal mehr die Lacher auf seiner Seite.
© Heidrun Meyer

Quelle: Rotenburger Rundschau, 07.02.2017

Gelungene Premiere von „Mien Fro hett’n Brögam“

Sittensen (mey). Viel zu lachen gibt es bei der Verwechslungskomödie „Mien Fro hett’n Brögam“ der Niederdeutschen Bühne des VfL Sittensen. So amüsierte sich denn auch das Publikum der Premierenaufführung, die nahezu ausverkauft war, prächtig. Wie es sich für plattdeutsche Theaterstücke gehört, zeichnet sich auch dieser Dreiakter durch turbulente Verwicklungen, schlüpfrige Anspielungen, Paare, die sich finden und ein großes Happyend aus.

Regisseur Gerhard Brunkhorst freute sich über das begeisterte Echo der Zuschauer, die mit Beifall nicht sparten.

In dem Dreiakter geht’s um Schriftstellerin Hella (Heike Meyer), die glücklich mit Tierarzt Theodor (Gerd Kaiser) verheiratet ist und mit ihm ein Baby hat. Finanziell läuft es noch nicht rund. Da kommt der monatliche Scheck von Hellas Tante Ottilie (Heike Nack) und Onkel Archibald (Dirk Detjen) aus Amerika ganz passend. Sie wissen nichts von der Ehe und haben ganz andere Pläne. Hella soll ihren Sohn Toby (Eike Gerken) heiraten, einen Tiefseeforscher, der in erster Linie um das Liebesleben der Meeresbewohner bemüht ist und für jedes menschliche Verhalten eine Parallele in der Fischwelt findet. 

Theodors Freund, Kunstmaler Heinz Ennerich (Hendrik Ehlen), bittet ihn, bei einem Stiftungsfest als Kellnerin Zenzi aufzutreten. Heinz will nachkommen, da die resolute Haushälterin Mathilde (Regina Drösemeyer) bei ihrer Mutter ist und er auf das Baby aufpassen soll, weil Hella eine Lesung hat. Völlig überraschend kommen die Amerikaner zu Besuch. Hurtig werden die Rollen vertauscht – Heinz gibt sich als Theodor aus, dieser als Haushälterin. Das Verwirrspiel nimmt seinen Lauf. Herrlich komische Szenen entstehen, auch dank des komödiantischen Talents der beiden Schauspieler. Das Publikum lachte Tränen. Schließlich taucht auch noch die liebreizende Franziska (Sandra Brinkmann) auf, Tochter der Haushälterin, in die sich Heinz prompt verguckt. Und auch Schlachtermeister Bullermann (Hans-Jürgen Holst) greift ins Geschehen ein. 

Ein großer Mann in Frauenkleidern – allein das sorgte schon für Gelächter. Gerd Kaiser glänzte ausdrucksstark in dieser Rolle und ragte aus dem jedoch allgemein spielfreudig agierenden und stimmig besetzten Ensemble heraus. Weitere Vorstellungen folgen am heutigen Mittwoch um 19.30 Uhr, am Samstag, 11., 16 Uhr, Sonntag, 12., 16 Uhr, Freitag, 17., 19.30 Uhr und Sonntag, 19. Februar, 16 Uhr. Samstags und sonntags gibt es ab 14.30 Uhr Kaffee und Kuchen. 

Bereits seit zehn Jahren lässt die Niederdeutsche Bühne aus dem Überschuss der Einnahmen aus dem Kaffee- und Kuchenverkauf eine Spende dem Kinderhospiz Löwenherz in Syke zukommen. Eigens deshalb war ein Vertreter der Einrichtung zugegen und überreichte zum Dank ein Buch. Friedel Hancker durfte einen „Löwen mit Herz“ für seinen steten Einsatz beim Bühnenbau entgegennehmen. 

Karten sind im Vorverkauf bei Optik Noelte, Bahnhofstraße 14, Sittensen, Telefon 04282/508500 zu erwerben.