Kinderhospize: So helfen Braunschweiger in den letzten Wochen

Kinderhospitz-Begleiterin Roswitha Ristow und Kathleen Foto: Löwenherz

Quelle: news38.de, 10.02.2017

Am heutigen Freitag, 10. Februar, ist der Tag der Kinderhospiz-Arbeit. Auch in Braunschweig gibt es seit fast zwei Jahren einen Stützpunkt des Kinderhospiz Löwenherz. Mit dem ambulanten Kinderhospizdienst werden unheilbarkranke Kinder und ihre Familien unterstüzt.

"Wir schenken Zeit"

Derzeit sind am Stützpunkt Braunschweig 21 ehrenamtliche Helfer aktiv. Dabei werden insgesamt zwölf Kinder und ihre Familien unterstützt. Die Ehrenamtlichen spielen mit den Kindern, helfen bei den Hausaufgaben und gehen, wenn das der Gesundheitszustand des Kindes zulässt, mit ihnen spazieren. Vor allem aber entlasten sie dabei die Eltern der todkranken Kinder. "Wir schenken Zeit", sagt Heiner Brock vom Verein Löwenherz.

Das Engagement der Ehrenamtlichen gibt den Eltern die Zeit, ein paar Stunden in der Woche auch mal den eigenen Bedürfnissen nachgehen zu können und für ein paar Augenblicke die schwierige Situation in den Hintergrund rücken zu lassen.

"Viele trauen sich das nicht"

Bevor die Ehrenamtlichen als Kinderhospizbegleiter eingesetzt werden, müssen sie speziell geschult werden. Im November haben zwölf neue Ehrenamtliche den Vorbereitungskurs abgeschlossen.

Acht Monate lang erhielten sie wichtige und notwendige Informationen für den Umgang mit den todkranken Kindern. "Es ist etwas anderes, sich um todkranke Kinder zu kümmern. Viele trauen sich das nicht", sagt Brock.

Braunschweig auch zuständig für andere Städte

Neben dem ambulanten Kinderhospizdienst hat der Stützpunkt Braunschweig für Löwenherz auch noch eine organisatorische Funktion. Denn der Stützpunkt ist zuständig für die Region Niedersachsen Süd-Ost. Über Kooperationen mit sechs Erwachsenenhospizen möchte Löwenherz auch Kindern aus Städten helfen, in denen kein ambulanter Kinderhospizdienst vor Ort ist.

"Wenn wir einen Anruf aus Goslar bekommen, dann wird von Braunschweig aus, die Kooperation mit den Erwachsenenhospizen koordiniert", erklärt Brock. "Löwenherz" schult deshalb auch Ehrenamtliche der Kooperationspartner in der Kinderhospizarbeit. So können auch in anderen Städten der Region Familien mit einem unheilbar erkrankten Kind oder Jugendlichen zu Hause begleitet werden.