Puppenspiel und mehr: Kinderhospizarbeit für Grundschüler

Quelle: Landkreis Osnabrück, 10.03.2017

(eb/pr) Bohmte, 10. März 2017 / Der ambulante Spes-Viva-Hospizdienst aus Ostercappeln betreut im Landkreis Osnabrück Kinder, die an einer tödlich verlaufenden Krankheit leiden sowie deren Familien. Um über diese Arbeit zu informieren, besuchten Ehren- und Hauptamtliche zum Tag der Kinderhospizarbeit die 4. Klassen der Erich-Kästner-Grundschule in Bohmte. Mit einem kurzen Puppenspiel führten die ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen Waltraud Wagner und Katharina Koch ins Thema ein.

Kinderhospizbegleiterin Lena Grotegeers schilderte ihre Aufgaben, Eindrücke und Gefühle aus ihrer bisherigen Arbeit und stellte das Kinder- und Jugendhospiz Löwenherz in Syke vor. Denn der ambulante Spes-Viva-Kinderhospizdienst kooperiert mit dem ambulanten Kinderhospizdienst Löwenherz Niedersachsen, der aus dem Kinderhospiz Löwenherz in Syke entstanden ist. Dort finden spezielle Vorbereitungskurse, Fortbildung und Supervision statt. Auch Lena Grotegeers hat dort eine Zusatzausbildung absolviert.

Die Hospizarbeit mit Kindern unterscheidet sich in einigen Aspekten von der mit Erwachsenen. So kann die "letzte Zeit" über viele Jahre dauern. Darüber hinaus begleiten die Ehrenamtlichen nicht nur das kranke Kind, sondern auch Eltern und Geschwisterkinder. Und das in einigen Fällen auch über den Tod hinaus. Dies beinhaltet Gespräche, Schaffen von Freiräumen für die Eltern sowie die Beschäftigung mit dem kranken Kind und den Geschwistern. Daher ist es häufig notwendig, dass zwei Ehrenamtliche gleichzeitig eine Familie begleiten.

Ein wachsendes Netzwerk von ambulanten Kinderhospizdiensten in Kooperation mit dem Kinderhospiz Löwenherz in Syke soll alle betroffenen Familien in Niedersachsen flächendeckend versorgen können. Hierzu gehört auch der ambulante Spes Viva-Hospizdienst. Anfragen werden unter Tel. 05473 / 29117 entgegen genommen.

Spes Viva betreut und begleitet schwer erkrankte Menschen und ihre Angehörigen unabhängig von Herkunft, Religionszugehörigkeit und Alter in besonderer Weise. Den äußeren Rahmen bildet die Einrichtung einer wohnlichen Einheit mitten auf einer Station mit einem "Wohnzimmer", das direkte Zugänge zu den angrenzenden Patientenräumen besitzt. Zusätzlich werden Kranke und ihre Angehörigen zu Hause unterstützt. Dazu stehen  ehrenamtliche Hospizhelfer bereit.