Kolpingsfamilie Westerkappeln

Die Kolpingsfamilie Foto: Jannik Zeiser

Quelle: Westfälische Nachrichten, 14.03.2017

Von Jannik Zeiser

Westerkappeln - Die Kolpingsfamilie Westerkappeln blickt zufrieden auf das vergangene Jahr zurück – und mit gemischten Gefühlen in die Zukunft. Denn die schrumpfende Mitgliederzahl macht Sorgen.

„Für 50 Jahre einer Gemeinschaft treu zu bleiben, das ist wirklich keine Selbstverständlichkeit“, betont Ulrich Hoffstädt. Umso mehr freute er sich jetzt anlässlich der Jahresversammlung die Westerkappelner Kolpingsfamilie Edgar Hoffstädt auszuzeichnen. Denn seit einem halben Jahrhundert ist dieser in der Gemeinschaft dabei.

In seiner langen Mitgliedschaft sei Edgar „den Gummireifen immer treu geblieben“: Früher habe er die beliebte Kolping-Orientierungsfahrt organisiert, heute richte er die Tagesfahrten aus,sagte der Vorsitzende. Auch Josef und Ursula Heun zollte Ullrich Hoffstädt seinen Respekt. Beide wurden am Sonntag für ihre 25-jährige Mitgliedschaft geehrt.

Ein wenig bekümmert zeigte sich der Vorsitzende über schrumpfende Mitgliederzahlen der Kolpingsfamilie. Da sei es auch kein Trost, dass viele weitere Vereine ähnliche Problemen hätten. Die Bereitschaft, sich an eine Gemeinschaft zu binden, gehe leider immer weiter zurück. „Wir hoffen aber natürlich auf einen Aufschwung“, so Hoffstädt.

Alles in allem blickte die Kolpingsfamilie zufrieden auf das vergangene Jahr zurück – und mit gemischten Gefühlen in die Zukunft. Mit Ständen auf dem Kürbismarkt, dem Weihnachtsmarkt sowie der Westerkappelner Kirmes brachte die Kolpingfamilie eine stolze Spendensumme von mehr als 2300 Euro zusammen. 500 Euro davon gehen ans Kinderhospiz „Löwenherz“ in Syke, der Rest an Pater Arnold für dessen Missionsarbeit in Paraguay. „Das ist eine beachtliche Summe, das kann sich sehen lassen“, kommentierte Werner Ramatschi die Zahlen.

Die Stände der Kolpingsfamilie seien 2016 besonders gut gelaufen. Ramatschi überbrachte der Versammlung außerdem Grüße von Pater Arnold: „Er ist immer noch sehr aktiv, trotz kleiner Altersbeschwerden.“ Das sei beachtlich, immerhin gehe der Pater bereits auf das 87. Lebensjahre zu.

Was die Spendeneinnahmen angehe, so sei jedoch zu befürchten, dass dies vorerst das letzte gute Jahr gewesen sei. Da die Westerkappelner Interessengemeinschaft Handel und Gewerbe (IHGW) in Auflösung begriffen ist, steht auch die Organisation von Kürbis- Weihnachtsmarkt infrage.

Die diesjährige Tagesfahrt führt die Kolpingsfamilie am 5. August ins niederländische Giethoorn, auch bekannt als „Venedig des Nordens“. „Wir wollen ein paar holländischen Klischees auf den Zahn fühlen“, kündigte Edgar Hoffstädt scherzhaft an. Unter anderem stehen der Besuch einer Holzschuhwerkstatt, ein Pfannkuchenbuffet sowie eine Bootsfahrt durch Grachten auf dem Programm.