Taubenjagd bringt 17 000 Euro

Rund 260 Jäger kamen zur Taubenjagd nach Peheim. Bild: Landwehr

Quelle:  Nordwest-Zeitung, 25.01.2017

von Aloys Landwehr

Rund 260 Jäger nahmen an der großen Taubenjagd teil. Es waren Weidleute aus ganz Deutschland, aber auch Österreich und den Niederlanden vertreten.

PEHEIM/MOLBERGEN - Das ambitionierte Ziel ist am Wochenende deutlich übertroffen worden: 10 000 Euro hatten sich die Molberger Jäger um Hegeringsleiter Christoph Rippe als Erlös der diesjährigen revierübergreifenden Taubenjagd erhofft. Dass es am Ende 17 000 Euro wurden, die nun an das Kinderhospiz Löwenherz gespendet werden können, begeisterte selbst den sonst so abgeklärt wirkenden Molberger Organisationschef. „Das Ergebnis ist einfach super und übertrifft meine kühnsten Erwartungen“, so Rippe, der nicht nur den Jägern, sondern allen Sponsoren und Spendern seinen Dank aussprach.

„Die Molberger Taubenjagd ist die größte Gemeinschaftsjagd in Deutschland. Wir sind weltweit bekannt“, übertrieb Hegeringsleiter Christoph Rippe bei der Begrüßung der angereisten Jäger bewusst ein wenig. „Bei uns beteiligen sich neben den hiesigen Jägern Gäste aus Österreich und den Niederlanden. Aber auch Weidleute aus dem gesamten Bundesgebiet sind vertreten“, ergänzte Rippe. Auch der Redakteur der größten deutschen Jagdzeitschrift „Wild und Hund“ war nach Peheim gekommen, um über dieses Ereignis zu berichten. Auf dem Parkplatz des Gasthofs Thoben in Peheim sah man denn auch beim abendlichen Schüsseltreiben Fahrzeuge mit Kennzeichen aus ganz Deutschland.

260 Jäger waren in diesem Jahr gekommen, um in der gesamten Gemeinde Molbergen zu jagen. 530 Tauben konnten sie am Sonnabendnachmittag erlegen. Eher ein Zufall war es dann wohl, dass der Taubenkönig Gerold Jungstöfel-Diekmann aus Friesoythe und damit aus der Region kam. Die Jagdhornbläsergruppe aus Halver im Sauerland blies die entsprechenden jagdlichen Signale und untermalte die Veranstaltung.

Die rund 530 Tauben, die in diesem Jahr erlegt wurden, werden verkauft. Den größten Teil der Einnahmen erzielten die Molberger aber beim abendlichen „Schüsseltreiben“. In der traditionellen Sammelaktion geben die Jäger gern und reichlich. So erbrachte der Kassensturz in diesem Jahr das stolze Ergebnis von 17 000 Euro. „Wir sind sprachlos“, freute sich Christoph Rippe zum Abschluss der Veranstaltung und dankte noch einmal allen Teilnehmern und Sponsoren für ihren Einsatz.