Fürstenau: Neues Kinderkrebshilfe-Team arbeitet sich ein

Das neue Team der Kinderkrebshilfe mit den Vorgängerinnen. Seit einigen Tagen gibt es auch einen Flyer mit den Kontaktdaten der Kinderkrebshilfe, den Thomas Kraus kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Foto: Jürgen Ackmann

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung, 25.08.2017

Fürstenau. Es sei großartig, wie viel wohlwollende Unterstützung das neue Team der Kinderkrebshilfe in kurzer Zeit von Familien, Vereinen oder Geschäftsleuten erfahren habe, erklärt Susanne Kasper. Sie ist die Sprecherin der neunköpfigen Gruppe, die sich als Helfer der Helfer versteht.

Wie berichtet, hatten Edeltraut Keller, Brigitte Burbrink, Gisela Kemper und Rita Grave von der Kinderkrebshilfe im vergangenen Jahr nach Nachfolgern gesucht. Trotz einiger Aufrufe passierte zunächst nichts. Das änderte sich in den Weihnachtstagen schlagartig. Ein neunköpfiger Freundeskreis meldete sich und erklärte sich bereit, die Arbeit für krebskranke Kinder fortzusetzen. „Wir haben zuerst abgewartet, ob sich vielleicht noch andere melden“, so Susanne Kasper. Das sei aber nicht geschehen. „Dann haben wir uns gemeldet. Wir wollten das nicht so einfach im Raum stehen lassen“, betont die Fürstenauerin.

Gelungene Generalprobe
Nun also führt der Freundeskreis, der sich zu großen Teilen seit Kindertagen kennt, die Arbeit fort. Die Generalprobe absolvierte das Team bereits im Januar bei der Neueröffnung von Agravis. Hier verkauften die Frauen Kaffee, Kuchen und Waffeln für ihre Kinderkrebshilfe. Auch bei der Frühlingsmeile in Fürstenau, bei der Eröffnung des erneuerten Nowe-Baumarktes sowie beim Familienfest der Firma Meurer war das Team im Einsatz, um Geld zu sammeln.

Geplant sind weitere Aktionen beim Bauernmarkt in Settrup, noch einmal beim Nowe-Baumarkt, beim Martinsmarkt in Gehrde sowie traditionell beim Weihnachtsmarkt in Fürstenau.

Was die Angebote für den Stand der Kinderkrebshilfe angehe, sei das Team noch in der Findungsphase, erklärt Susanne Kasper. Angelehnt an die Jahreszeiten, würden derzeit viele neue Ideen entwickelt – angefangen vom Bau von Vogelhäusern, Insektenhotels, Kerzenständern, Blumensäumen über Grillkisten bis hin zu Likören und Marmeladen.

Familien stehen hinter dem Team
Bei der Produktion werde das Team von den Familien tatkräftig unterstützt, so Susanne Kasper. „Alle stehen dahinter“, betont sie. Überdies gebe es viele Kuchenbäcker im Hintergrund, die die Stände bestückten. Dafür bedanke sich die Kinderkrebshilfe ausdrücklich.

Der Zuspruch und die Spendenbereitschaft beschränken sich aber längst nicht nur auf Fürstenau. Inzwischen ist die Kinderkrebshilfe weit über die Stadtgrenzen hinaus ein Begriff. Das zeigt sich allein an der Herkunft der Spenden, die beispielsweise Firmen, Vereine, Kirchen oder Hochzeitsgesellschaften zur Verfügung stellen.

Das Geld ist bei der Kinderkrebshilfe gut aufgehoben. Es wird zu 100 Prozent dem Kinderhospiz Löwenherz in Syke sowie der Kinderstation für Onkologie der Uni Münster zur Verfügung gestellt. Mit beiden Einrichtungen wollen die Fürstenauer Frauen – so wie ihre Vorgängerinnen – engen Kontakt pflegen und sich bei Besuchen überzeugen, wie das Spendengeld genutzt wird, um die Lebensqualität von krebskranken Kindern zu verbessern.