Winterliche Stimmung beim Weltrekordversuch

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung, 16.12.2018

Von Michael Pohl

WEIHNACHTSMARKT IN HASBERGEN

Hasbergen. Einen rekordverdächtigen Weihnachtsmarkt auf dem Tomblaine-Platz veranstaltete am Wochenende die Gemeinde Hasbergen.

Gleich zwei Premieren feierten die Organisatoren mit der aktuellen Auflage des Weihnachtsmarktes in der Hüggelgemeinde: Zum ersten Mal nahm der Markt die gesamte Fläche des Tomblaine-Platzes ein. Ebenfalls zum ersten Mal luden alle Hasberger Kindergärten die Bürger des Ortes zu einem Rekordversuch ein. Unter dem Motto „Hasbergen malt Weihnachten“ sollte das längste zusammenhängend gemalte Bild der Welt entstehen.

Jeder konnte Rekordhalter werden
Wie der Organisator des Rekordversuchs, Uwe Masch, mitteilte, sei das Besondere an diesem Projekt, dass sich alles Besucher des Weihnachtsmarktes daran beteiligen könnten. Da der Stand, an dem der Rekordversuch stattfand, durch die Hasberger Kindergärten betreut wurde, standen natürlich die jüngsten Besucher besonders im Mittelpunkt.

In Berlin Bilder aneinandergeklebt
„In Berlin waren es 37 Kilometer“, antwortete Masch auf die Frage nach einem möglichen Ergebnis. Allerdings seien dabei insgesamt 133000 einzelne Bilder aneinandergeklebt worden. Im Gegensatz zu den Berlinern hatten die Verantwortlichen aus Hasbergen eine etwa 400 Meter lange Papierrolle für ein zusammenhängendes Bild besorgt. Diese wurde an beiden Enden eines Tapeziertisches befestigt. Auf diese Weise entstand eine Arbeitsfläche, die von einem zum anderen Ende fortlaufend bewegt werden konnte.

Rentier Rudolph ein Motiv
Bereits im Laufe des Samstagnachmittags fanden viele große und kleine Künstler den Weg in das Zelt der Kindergärten. Schnell wurden die ersten Meter mit farbenfrohen Zeichnungen verschönert. Naturgemäß dominierten dabei die für die Adventszeit typischen Motive. So reihten sich zum Abend des ersten Marktages etwa zahlreiche Weihnachtsbäume aneinander. Dazwischen zog das Rentier Rudolph den Schlitten des Weihnachtsmanns.

Wo das fertige Bild später seinen Platz bekommen wird, konnte Masch noch nicht sagen. Da es nach seiner Meinung jedoch noch kein offiziell anerkanntes Gemälde gebe, das vergleichbar wäre, werde der Rekordverusch wohl gelingen, zeigte sich Masch zuversichtlich.

Unterstützung für Kinderhospiz
Ein weiterer zentraler Punkt des diesjährigen Weihnachtsmarktes war das Schicksal kranker Kinder. Um deren letzten Tage kümmert sich besonders das Team des Kinderhospizes Löwenherz. Unterstützung erfuhr die Einrichtung in diesem Jahr durch die Schule am roten Berg und die Gruppe der „Schilligfahrer“ der Arbeiterwohlfahrt (Awo) aus Hasbergen. Beide Institutionen boten an ihren Ständen selbst gemachte Waren zum Verkauf. Wie Petra Kirk von der Awo mitteilte, haben sich Betreiber beider Stände unabhängig von einander dafür entschieden, dass mit dem jeweiligen Erlös die Arbeit des Hospizes unterstützt werden solle. Daneben zogen Schüler mit Bauchläden über den Platz und versuchten die Besucher des Marktes mit dem Kauf von selbst gebackenen Plätzchen zu einer Spende zu bewegen.

Bürgermeister würdigt ehrenamtliches Engagement
Eröffnet wurde der diesjährige Weihnachtsmarkt wie in den Vorjahren durch Bürgermeister Holger Elixmann. Dieser dankte in seiner Rede den Organisatoren des Gewerbevereins für deren hervorragende Vorbereitung. Zwar sei die Gemeinde offizieller Veranstalter, aber ohne das große ehrenamtliche Engagement der Bürger wäre eine solche Veranstaltung nicht zu stemmen, betonte Elixmann.

Christkind gesichtet
In der Folge traten viele Künstler auf der Bühne des beheizten Zeltes auf, um den Gästen schöne Stunden zu bescheren. Auch der Nikolaus ließ es sich nicht nehmen das Fest der Hüggelgemeinde zu besuchen. Zuvor wurde bereits das Christkind mit seinen Helfern in einer der Buden gesichtet.

Winterliches Flair
Seinen besondern Reiz erhielt der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr von oben. Wie vorhergesagt schneite es am Sonntag kräftig. Auf diese Weise erhielt der Markt noch einmal eine zusätzliche winterliche Note, welche die Besucher in vollen Zügen genossen. Diese Stimmung sorgte auch dafür, dass der Zustrom an Besuchern des Rekordversuchs nicht abriss. Allerdings stand das Endergebnis zum Redaktionsschluss noch nicht fest.