Fünftägiges Spektakel

Quelle: Weser Kurier, 24.04.2018

von Marius Merle

Polo meets Showjumping

Am Freitag startet die dritte Auflage von "Polo meets Showjumping" in Hagen-Grinden – und das Programm mit Eventcharakter ist noch einmal ausgebaut worden.

Langwedel. Das beschauliche Hagen-Grinden in Langwedel wird in den kommenden Tagen wieder Austragungsort einer in dieser Form einzigartigen Veranstaltung. Zum dritten Mal heißt es auf der Anlage des dortigen Poloclubs von Freitag, 27. April, bis Dienstag, 1. Mai, "Polo meets Showjumping". Und dieses Mal wollen die beiden Cheforganisatorinnen Kassandra Mohr und Imke Thielker noch einmal "einen großen Schritt nach vorne machen", wie es Mohr nennt. Denn jetzt, da sich gezeigt habe, dass das Konzept funktioniere, soll das Programm noch einmal ausgebaut werden. "Wichtig ist dabei weiter der Eventcharakter", betont Mohr. Denn es gehe darum, mehr als nur Reitsport zu bieten.

Was natürlich nicht heißt, dass es nicht auch hochklassige sportliche Leistungen an den Tagen zu sehen geben wird. Im Gegenteil. In diesem Jahr wird es am Abschlusstag auch noch ein zweites S-Springen geben. Die Gesamtteilnehmerzahl für die fünftägige Veranstaltung ist auch nochmals deutlich gestiegen. "Wir haben 1500 Startplätze. Für den Zeitplan mussten wir viel rechnen und jeden Tag geht es nun schon um 7 Uhr los", berichtet Mohr. Aus dem ganzen norddeutschen Raum haben sich Reiter angekündigt.

Kommentator erklärt das Geschehen
Einen noch deutlich weiteren Weg haben einige der Polospieler hinter sich, die am Sonntag, Montag und Dienstag ihr Können auf der Anlage in Hagen-Grinden demonstrieren werden. Denn jedes der vier Teams, die erwartet werden, hat laut Mohr einen Profispieler in den Reihen, meistens aus Argentinien. Gespielt wird drei gegen drei und ein professioneller Kommentator am Mikrofon wird wieder dafür sorgen, dass die Zuschauer dem rasanten Treiben auch folgen können. "Das ist schon ziemlich cool und ich war beim letzten Mal ganz begeistert", hebt Mohr die Leistung des Kommentators hervor. Auch dadurch würde das Spiel für den Laien nochmals deutlich interessanter. "Das Ziel der Veranstaltung ist es ja auch, den Polosport für die breite Öffentlichkeit zu öffnen."

Die Duelle hoch zu Ross gehören bestimmt wieder zu den Höhepunkten für viele Besucher. Aber das Veranstaltungsteam habe versucht, für jeden Tag ein Highlight auf die Beine zu stellen. Neu am Sonntag ist etwa auch ein Charity-Springen, bei dem die Preisgelder nicht an die Reiter oder Besitzer der Pferde gehen, sondern in voller Höhe an das Kinderhospiz Löwenherz in Syke. Am Montag wird es indes wieder ein Fluchtlichtspringen geben, was auch den Auftakt dazu bildet, gemeinsam vor Ort in den Mai zu feiern. "Wir hoffen zudem, dass Meredith Michaels-Beerbaum am Dienstag vorbeischaut", lässt Kassandra Mohr wissen. Gut passen würde es in jedem Fall, schließlich ist die Springreiterin auch Botschafterin von Löwenherz.

Auf die Besucher warten an den fünf Veranstaltungstagen auch ein nochmals vergrößerter Ausstellungsbereich sowie ein reichhaltiges Gastronomieangebot. Natürlich dürfen außerdem Attraktionen für Kinder, wie etwa ein Ponyreiten, nicht fehlen. Damit "Polo meets Showjumping" überhaupt in dieser Form stattfinden kann, sind viele ehrenamtliche Helfer nötig. 50 Menschen sind es laut dem Veranstalterduo Mohr und Thielker inzwischen, die fleißig mit anpacken. Auf die Unterstützung der Langwedeler Selbstständigen können sich die beiden verlassen. "Die Hilfsbereitschaft ist wirklich groß", betonen sie.

Den Zeitplan und weitere Infos zu "Polo meets Showjumping" gibt es im Internet unter www.reit.bar/ueber-uns. Parkplätze sind in begrenzter Zahl vorhanden, weshalb darum gebeten wird, wenn möglich, nicht mit dem Auto anzureisen. Ansonsten gilt es laut den Veranstaltern, den Anweisungen der Parkplatzhelfer unbedingt Folge zu leisten und nicht wild zu parken.