Jäger sammeln 17 500 Euro fürs Kinderhospiz

Die Jagdhornbläser des Molberger Hegerings bliesen die Jagdsignale. Bild: Aloys Landwehr

Quelle:  Nordwest-Zeitung, 26.01.2018

Von Aloys Landwehr

MOLBERGEN /PEHEIM Das schon im vergangenen Jahr kaum für möglich gehaltene Ergebnis der Molberger Taubenjagd wurde noch einmal um 500 Euro € übertroffen. Waren 2017 bei der in Deutschland wohl größten Taubenjagd 17 000 Euro gespendet worden, kam in diesem Jahr das Rekordergebnis von 17 500 Euro zugunsten des Kinderhospizes Löwenherz zusammen. Das begeisterte selbst den sonst so kühl wirkenden Hegeringleiter Christoph Rippe. „In den letzten fünf Jahren sind so insgesamt 70 000 Euro zusammengekommen“, bilanzierte er.

„Die Molberger Taubenjagd ist die größte Gemeinschaftsjagd in Deutschland. Wir sind weltweit bekannt“, übertrieb Rippe bewusst ein wenig. „Bei uns beteiligen sich neben den hiesigen Jägern Gäste aus Österreich und den Niederlanden. Aber auch Waidleute aus dem gesamten Bundesgebiet sind vertreten“, ergänzte er.

Etwas mehr als 300 Jäger beteiligten sich in diesem Jahr, um in der gesamten Gemeinde Molbergen Tauben zu jagen. „Jeder ist für seinen Schuss selbst verantwortlich. Der Jagdschein ist Pflicht. Achtet auf die Tarnung, Tauben sehen alles“, hatte Rippe die Teilnehmer ermahnt, bevor Jagdhornbläser das Zeichen zum Anbruch bliesen.

413 Tauben konnten die Jäger dann als Strecke legen. Das Ergebnis blieb etwas unter den Erwartungen. Mit dem guten Ergebnis von 21 Tauben holte sich Heinz Immken aus Haselünne die Würde eines Taubenkönigs. Zum Vizekönig brachte es Stefan Schürmann aus Varel (18 Tauben), während Jungjägerin Johanna Debbeler (Dwergte) den Hegering Molbergen mit dem 3. Platz (15 Tauben) hervorragend vertrat. Die Bläsergruppe aus Halver im Sauerland blies im Saal Thoben in Peheim beim Schüsseltreiben die entsprechenden jagdlichen Signale und untermalte bereits zum 10. Mal traditionell diese Veranstaltung.

Die 413 Tauben, die in diesem Jahr erlegt wurden, werden anschließend verkauft. Den größten Teil der Einnahmen erzielten die Molberger aber beim abendlichen „Schüsseltreiben“. In der traditionellen Sammelaktion geben die Jäger gern und reichlich. „Ich komme aus Ostfriesland. Die Molberger machen eine tolle wohltätige Aktion. Außerdem ist die Geselligkeit prima. Wegen der Tauben würde ich nicht kommen“, erzählte Gert Brinkmann aus Großefehn. Aus Göttingen waren zehn Jäger angereist. „Wir sind zum 2. Mal hier. Freunde haben diese Jagd entdeckt. Es geht um das soziale Engagement der Molberger, nicht um die Tauben. Und wir kommen wieder“, waren sich die Gäste aus Südniedersachsen sicher. Auch Firmen und Privatleute unterstützen die Aktion des Hegerings. Rippe bedankte sich dann auch besonders herzlich bei den Jägern, den Spendern und den Sponsoren.