Giffey ehrt Löwenherz-Ehrenamtliche

Pressemitteilung - Syke, 25.04.2019

Sina Lütjen für ihr Engagement in der Hospizarbeit gewürdigt

Bremen/Syke. "Die Wertschätzung und die Anerkennung durch die Bundesfamilienministerin war unglaublich und ermutigend", schwärmt Sina Lütjen von ihrer Reise nach Berlin. Dort wurde die Bremerin im Rahmen der Ehrung "Junge Ehrenamtliche in der Hospiz- und Palliativversorgung" von Franziska Giffey mit Mitstreitern aus dem gesamten Bundesgebiet ausgezeichnet.

Die 26-Jährige engagiert sich seit zwei Jahren als Kinderhospizbegleiterin am ambulanten Kinderhospiz-Stützpunkt Löwenherz in Bremen. Einmal pro Woche betreut sie einen 13-jährigen Jugendlichen, der seit seiner Geburt an einer unheilbaren Muskelerkrankung leidet. "Für mich ist die gemeinsame Zeit sehr wichtig. Es ist ein schöner Ausgleich zu meinem Job als Vorstandsassistentin. In aller Ruhe zum Beispiel das Oldtimermuseum in der Überseestadt erkunden oder gemeinsam neue Farben zum Malen kaufen, das gibt mir viel", erläutert Sina Lütjen ihre Motivation.

"Wir sind sehr stolz, dass Sina für ihr ehrenamtliches Engagement geehrt wurde", freut sich auch Kirsten Höfer, Leitung ambulante Kinderhospizarbeit Löwenherz. Unter dem Motto "Letzte Wege begleiten. Mehr als ein Ehrenamt" hatte Franziska Giffey erstmals 95 junge Ehrenamtliche unter 30 Jahren aus der Hospizarbeit und Palliativversorgung in die Hauptstadt eingeladen, um ihnen für ihr Engagement zu danken und mit ihnen über die ehrenamtliche Begleitung von schwerstkranken und sterbenden Menschen zu sprechen. Die jungen Ehrenamtlichen erhielten individuell gestaltete Urkunden, die einerseits das Engagement würdigen und gleichzeitig die Möglichkeit geben, die erworbenen Kompetenzen im weiteren Leben nachzuweisen, bei Bewerbungen für eine Ausbildung, für einen Studienplatz oder für einen Job.

"Mir ist es wichtig, dass die Menschen in einer der schwersten Zeiten ihres Lebens nicht alleine sind. Deshalb unterstützen wir diejenigen, die sich um sie kümmern, ihnen Halt geben, für diejenigen da sind, die gerade einen geliebten Menschen verlieren, und ihre Zeit und Energie für dieses gesellschaftlich bedeutsame Ehrenamt einbringen", so die Familienministerin. "Wir machen heute einen Schritt, das Ehrenamt junger Menschen besser anzuerkennen. Wer sich engagiert soll auch im weiteren Leben davon profitieren können."

Auch Professor Winfried Hardinghaus, Vorsitzender des Deutschen Hospiz- und Palliativverbands, ist begeistert von der Arbeit der jungen Leute: "Hospizarbeit ist auch in Zukunft ohne Ehrenamt nicht möglich. Diese Auszeichnung der jungen Menschen ist ein starkes Signal auf dem Weg hin zu einem ‚neuen', das heißt bunteren, vielfältigeren und flexibleren Ehrenamt – ein Wandel, der dringend voran gebracht werden muss."

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